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stankoAndric Stanko Andrić wurde am 27. Januar 1967 in Strizivojna bei Đakovo geboren. Die Grundschule besuchte er in Strizivojna, und das Gymnasium 1982-1986 in Slavonski Brod. Im Jahre 1993 schloss er an der Philosophischen Fakultät in Zagreb sein Französisch- und Lateinstudium ab und magistrierte (1994) und promovierte (1998) an der Abteilung für Mittelalterstudien der Central European University in Budapest. Seit 1996 arbeitet er als leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kroatischen Institut für Geschichte, in der Zweigstelle für Slawonien, Syrmien und Baranya (Slavonski Brod). Er befasst sich mit der mittelalterlichen Geschichte der nordostkroatischen Gespanschaften. Seit 2001 ist er Chefredakteur der Zeitschrift Scrinia slavonica – Godišnjak Podružnice za povijest Slavonije, Srijema i Baranje Hrvatskog instituta za povijest ("Jahrbuch der Zweigstelle für Slawonien, Syrmien und Baranya des Kroatischen Instituts für Geschichte"). Darüber hinaus veröffentlicht er von Zeit zu Zeit literarische Prosa. Er lebt in Osijek. 
Photo: Andriana Škunca
Bisher veröffentlichte Bücher:
Povijest Slavonije u sedam požara ("Geschichte Slawoniens in sieben Bränden", Zagreb: Gordogan-SCpress, 1992).
Enciklopedija ništavila ("Enzyklopädie der Nichtigkeit", Zagreb: Ceres, 1995).
Čudesa svetoga Ivana Kapistrana. Povijesna i tekstualna analiza ("Wunder des heiligen Johannes Capistranus. Geschichts- und Textanalyse", Slavonski Brod und Osijek: Kroatisches Institut für Geschichte - Zweigstelle für Slawonien, Syrmien und Baranya und Matica Hrvatska Osijek, 1999; Josip-und-Ivan-Kozarac-Preis, Vinkovci).
The miracles of St. John Capistran (Budapest: CEU Press, 2000).
Dnevnik iz JNA i druge glose i arabeske ("Tagebuch aus der Jugoslawischen Volksarmee und andere Glossen und Arabesken", Zagreb: Durieux, 2000; Vladimir-Nazor-Preis, Zagreb).
Potonuli svijet. Rasprave o slavonskom i srijemskom srednjovjekovlju ("Versunkene Welt. Abhandlungen über das slawonische und syrmische Mittelalter", Slavonski Brod: Kroatisches Institut für Geschichte – Zweigstelle für Slawonien, Syrmien und Baranya , 2001).
Povijest Slavonije u sedam požara – Enciklopedija ništavila – Dnevnik iz JNA i druge glose i arabeske ("Geschichte  Slawoniens in sieben Bränden" – "Enzyklopädie  der Nichtigkeit" – "Tagebuch  aus der Jugoslawischen Volksarmee und andere Glossen und Arabesken", Zagreb: Durieux, 2001).
Simurg / Der Simurg. Roman, übers. v. Klaus Detlef Olof (Wien-Klagenfurt: Kulturkontakt Austria – Wieser Verlag, 2003).
Slavonija. Sažeti vodič prirodnih i kulturnopovijesnih zanimljivosti ("Slawonien. Ein kleiner Reiseführer zu den natürlichen und kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten", Zagreb: VBZ, 2004).
Simurg (Zagreb: Durieux, 2005).
Vinkovci u srednjem vijeku. Područje grada Vinkovaca od kasne antike do kraja turske vlasti ("Vinkovci im Mittelalter. Das Gebiet der Stadt Vinkovci von der Spätantike bis zum Ende der türkischen Herrschaft", Vinkovci und Slavonski Brod: Matica Hrvatska Vinkovci und Kroatisches  Institut für Geschichte – Zweigstelle für Slawonien, Syrmien und Baranya , 2007).

 

 
B

Krešimir Bagić wurde 1962 in Gradište geboren. Bisher veröffentlichte er sieben Gedichtbände: Svako je slovo kurva ("Jeder Buchstabe ist eine Hure", mit B. Gregorić – Goran-Preis, 1988), Između dva snažna dima ("Zwischen zwei kräftigen Zügen", 1989), Krošnja ("Baumkrone", 1994), Bršljan ("Efeu", 1996), Jezik za svaku udaljenost ("Eine Sprache für jede Entfernung", 2001), Le palmier se balance (Paris, 2003) und U polutami predgrađa ("Im Halbdunkel der Vorstadt", 2006). Er ist Autor von vier wissenschaftlich-essayistischen Büchern – Četiri dimenzije sumnje ("Vier Dimensionen des Zweifels", Koautor, 1988), Živi jezici ("Lebende Sprachen", 1994), Umijeće osporavanja ("Die Kunst des Bestreitens", 1999) und Treba li pisati kako dobri pisci pišu ("Muss man schreiben, wie gute Schriftsteller schreiben", 2004) – sowie der Sammelwerke Važno je imati stila ("Es ist wichtig, Stil zu haben", 2002) und Bacite stil kroz vrata, vratit će se kroz prozor ("Werfen Sie den Stil zur Tür heraus, er wird durch das Fenster wieder hereinkommen", 2006), des Literaturkritikbuchs Brisani prostor ("Todeszone", Julija-Benešić-Preis, 2002), der Anthologien zeitgenössischer Prosa Poštari lakog sna ("Postboten mit leichtem Schlaf", 1996) und Goli grad ("Nackte Stadt", 2003; slowenische Übersetzung: Golo mesto, 2005) und des Buches Rječnik Trećeg pograma ("Wörterbuch des Dritten Programms", 1995). Seine Gedichte und Fachtexte wurden in rund 20 Sprachen übersetzt. Er ist Chef des Lehrstuhls für Stilistik an der Philosophischen Fakultät in Zagreb. 1996 bis 1999 arbeitete er als Lektor für Kroatische Sprache und Literatur an der Sorbonne. Seit 2005 ist er Leiter der Zagreber Slawistischen Schule. 

Tomica Bajsić, Dichter, Prosaist und Übersetzer. 1968 in Zagreb geboren. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Zagreb. In seiner Jugend reiste er durch Europa und Lateinamerika, insbesondere durch Brasilien, wo er sich fünf Mal aufhielt. Er besuchte die Schule für Angewandte tomica bajsicKünste und studierte drei Jahre lang an der Akademie für bildende Kunst in Zagreb. 1998 erhielt er den Preis "Goranovo proljeće" für sein Werk Južni križ ("Das südliche Kreuz"), und 2008 den Drobriša-Cesarić-Preis für die noch unveröffentlichte Poesiesammlung mit dem Titel Zrak ispod mora ("Luft unter dem Meer"). Seine Poesie wurde ins Französische, Englische, Spanische, Polnische, Russische und Slowenische übersetzt. Literarischer Übersetzer, von Zeit zu Zeit auch als Zeichner und Restaurator tätig. Redakteur übersetzter Poesie bei der Zeitschrift Poezija. Übersetzungen, Poesie und Erzählungen veröffentlichte er in verschiedenen Zeitschriften in Kroatien und im Ausland, im Radio sowie in den folgenden Büchern:

Južni križ
("Das südliche Kreuz"), Poesie (Preis "Goranovo proljeće", 1998).
Pjesme svjetlosti i sjene ("Gedichte des Lichts und des Schattens"), Poesie (AGM, 2004).
Dva svijeta i još jedan ("Zwei Welten und noch eine"), Reisebeschreibung (Naklada Ljevak, 2007).
Ana i vila Velebita ("Ana und die Fee des Velebitgebirges"), Bilderbuch, Zeichnung und Text (NP Velebit 2007).

Bedeutendere Übersetzungen:
Španjolske pjesme ljubavi i progonstva ("Spanische Gedichte der Liebe und des Exils") – Poesieauswahl, übersetzt und zusammengestellt (DHK, Zagreb, 2002).
Sve do srca svijeta ("Bis zum Herzen der Welt") – Ausgewählte Gedichte von Blaise Cendrars, übersetzt und zusammengestellt (MD, Zagreb, 2003).
U Patagoniji ("In Patagonien") – Übersetzung einer Reisebeschreibung von Bruce Chatwin: SysPrint 2006.

Aus Zeitschriften:
Cvjetovi iz vulkana ("Blumen aus dem Vulkan", lateinamerikanische Poesie).
Poezija Brazil ("Poesie Brasilien", dreizehn Dichter der brasilianischen Moderne).
Anna Swir, Phantommädchen aus Warschau.
Juan Gelman (O nestalima i onima zauvijek odsutnima/"Über die Verschwundenen und die für immer Abwesenden").
MEXICO Zrcala ("MEXICO Spiegel"), aus der zeitgenössischen mexikanischen Poesie.
Carl Sandburg (Pozdrav suncu i pšenici/"Gruß an die Sonne und den Weizen").
u.a.

Seine Arbeiten und Auszüge aus Büchern und Zeitschriften sind auf der Webseite www.tinta3d.info zu finden, die als Karte für eine digitale Reise durch die Welt der Poesie gedacht ist. Seine Poesie ist auch in folgenden Anthologien vertreten:

OffLine von Tvrtko Vuković, Quorum, 2001.
Utjeha Kaosa ("Trost des Chaos") von Miroslav Mičanović, Slavistička škola.
Isto i različito ("Gleich und verschieden") von Sanjin Sorel, VBZ.
Rušenje Orfičkog hrama ("Die Zerstörung des Orphischen Tempels"), von Miloš Đurđević, VBZ, 2006.

 

Veljko Barbieri wurde 1950 in Split geboren. In Zagreb schloss er das Klassische Gymnasium ab und studierte dort auch an der Philosophischen  Fakultät. Er ist Prosaist, Autor zahlreicher Romane, Geschichten- und Essaysammlungen und dramatischer Werke für Theater, Radio und Fernsehen, in denen er sich mit dem europäischen und mediterranen Erbe befasst, insbesondere mit dem Dalmatiens, mit dessen Erbfähigkeit, die verflochten ist mit der Unabänderlichkeit des menschlichen Schicksals an den zyklischen Grenzlinien der Epochen und Zeiten. Seine Romane wurden in mehrere Weltsprachen übersetzt, und seine Erzählungen sind in verschiedenen in- und ausländischen Prosaanthologien vertreten. Mit seiner Prosa trug er in Zusammenarbeit mit verschiedenen Malern und Grafikern zur Schaffung einiger Grafikmappen bei. Er ist Preisträger mehrerer bedeutender Literaturpreise. Sein bekanntester Roman Epitaf carskog gurmana (Epitaph eines königlichen Feinschmeckers) wurde in mehrere Weltsprachen übersetzt und von renommierten Verlagen herausgegeben. Derselbe Roman erschien auch in einer Ausgabe der kroatischen Tageszeitung "Večernji list" als einer der zehn bedeutendsten Romane der kroatischen Literatur des 20. Jahrhunderts und erlebte eine Rekordauflage von 200.000 Exemplaren, wie kein anderes Prosawerk in der Geschichte der kroatischen Literatur je zuvor. Als Schriftsteller war Barbieri seit den 80-er Jahren Mitarbeiter zahlreicher kroatischer und italienischer, in letzter Zeit auch slowenischer Wochenmagazine und Zeitschriften, und auf Grundlage seiner Kolumnen im Wochenmagazin "Nacional" entstand das Werk Kuharski kanconijeri (Canzoniere der dalmatinischen Küche), ein Bestseller der kroatischen Gastroliteratur in vier Bänden, das bisher in vier Ausgaben und auf mehreren Sprachen erschienen ist. Seine Geschichtensammlung 134 male priče o hrani ("134 kleine Geschichten über das Essen") wurde auf der Buchmesse in Barcelona 2003 zum besten Buch nominiert und zum besten literarisch-kulinarischen Werk Kroatiens erklärt. Im schwedischen Grythyttan gehörte Barbieris Canzoniere imBarbieri Februar 2005 zu den Gewinnern des Gourmand World Cookbook Awards in der Kategorie "Best Mediterranean Cookbook", bei einer Konkurrenz von 5.000 Titeln. Seit vielen Jahren moderiert Barbieri im Kroatischen Fernsehen seine wöchentliche Sendung Jelovnici izgubljenog vremena ("Speisekarten einer verlorenen Zeit"), eine Serie über die Geschichte des Essens als Geschichte der Zivilisation, die auch im Satellitenprogramm des Kroatischen Fernsehens für Europa ausgestrahlt wird.

 

Bücher:
Priča o gospodinu Zaku ("Die Geschichte von Herrn Zak"), Roman, Matica Hrvatska, Zagreb 1972.
Novčić Gordiana Pia ("Gordianus Pius Münze"), Geschichten, CDD, Zagreb 1975.
Zatvor od oleandrova lišća ("Das Oleanderblattgefängnis"), Roman, CDD, Zagreb 1977.
Trojanski konj ("Das Trojanische Pferd"), Roman, August Cesarec, Zagreb 1980, Rilindija, Priština 1988 (2 Ausgaben).
Epitaf carskog gurmana (Epitaph eines königlichen Feinschmeckers), Roman,  August Cesarec, Zagreb 1983; AGM, Zagreb 1998; Večernjakova biblioteka 2004; Volk und Welt, Berlin 1986, 1988; Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1991 (6 Ausgaben).
Odisejev erotikon ("Odysseus Erotikon"), Roman, Naprijed, Zagreb 1984; Slobodna Dalmacija, Buchreihe „Knjiga mora“ 2005 (2 Ausgaben);
Makarsko primorje ("Das Küstenland von Makarska"), Monografie, IP Motovun 1990.

Dalmacija - Legenda o svjetlu ("Dalmatien - Legende vom Licht"), Essays und Gedichte, Turistkomerc, Zagreb 1991.
Tko je sa mnom palio kukuruz ("Wer mit mir das Maisfeld anzündete"), Pakracer Tagebuch, Tagebuchprosa, Naklada DHK, Zagreb 1996.
Split – roman staroga grada ("Split – Roman über eine alte Stadt"), Roman, AGM, Zagreb 1997.
Hvar – kantilene i kartoline ("Hvar – Cantilenen und Cartoline"), Geschichten-, Essay- und Gedichtsammlung, AGM, Zagreb 2000; VBZ, Zagreb 2006 (2 Ausgaben).
Kuharski kanconijer – Gurmanska sječanja Mediterana I (Canzoniere der dalmatinischen Küche - Mediterrane kulinarische Erinnerungen I), Essays, Profil, Zagreb 2002, 2003, 2004, 2005 (5 Ausgaben).
Priče iz vinoteke Bornstein ("Geschichten aus der Bornstein-Vinothek"), Märchen, Edition Bornstein, Zagreb 2002.
134 male priče o hrani ("134 kleine Geschichten über das Essen"), Märchen und Geschichten, Profil, Zagreb 2003.
Kuharski kanconijer  – Gurmanska sječanja Mediterana II (Canzoniere der dalmatinischen Küche - Mediterrane kulinarische Erinnerungen II), Essays, Profil, Zagreb 2003, 2004 (2 Ausgaben).
Kuharski kanconijer – Gurmanska sječanja Mediterana III (Canzoniere der dalmatinischen Küche - Mediterrane kulinarische Erinnerungen III), Essays, Profil, Zagreb 2004, 2005 (2 Ausgaben).
Dioklecijan ("Diokletian"), Roman, Profil, Zagreb 2006.

Grafikmappen:
Hektorović (mit F. Vejzović), EA, Zagreb 1987 (Prosa).
Hvar (mit verschiedenen bildenden Künstlern), Studio Politeo, Zagreb 1988 (Poesie in Prosa).
Split (mit verschiedenen bildenden Künstlern), Studio Politeo, Zagreb 1994 (Poesie).
Tempestas (mit verschiedenen bildenden Künstlern), Studio Politeo, Zagreb 1996 (Poesie).
Hanibal Lucić (mit F. Vejzović), EA, Zagreb 1999 (Prosa).
Zapisi duha i trbuha ("Aufzeichnungen von Geist und Bauch", mit Vatroslav Kuliš), EA, Zagreb 2004 (Erzählungen).

Geboren Renato Baretic1963 in Zagreb, dort seit 1983 als Journalist tätig; seit 1993 lebt er in Split. 1998 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband Riječi iz džepova (= „Worte aus den Taschen“), und fünf Jahre später erschien der Roman Osmi povjerenik (= „Der achte Beauftragte“). 2004 wurde dieser Roman mit fünf Literaturpreisen ausgezeichnet: mit dem Staatspreis „Vladimir Nazor“, dem Preis der Matica hrvatska „August Šenoa“, dem Preis der Zeitung Vjesnik „Ivan Goran Kovačić“, dem Preis des Verbandes der kroatischen Schriftsteller „Ksaver Šandor Gjalski“ und mit dem Preis der Buchmesse in Pula „Kiklop“. Der Roman ist bereits ins Slowenische und ins Mazedonische übersetzt worden. Zusammen mit zwei anderen Autoren schrieb er Drehbücher für die Fernsehserie „Novo doba“ (= „Neue Zeiten“) und das Drehbuch für den Spielfilm „Što je muškarac bez brkova“ (= „Was ist schon ein Mann ohne Schnauzer“). Er veröffentlichte Gedichte in Zeitschriften und Prosatexte in Anthologien. Bisweilen formuliert er Fragen für Quizsendungen oder arbeitet als Werbetexter in einer Marketingagentur.
 
renatobaretic_povjerenik Sein neuester Roman Pričaj mi o njoj (= „Erzähl mir von ihr“) – erschienen im Dezember 2006 - wurde in einigen Wochen zum Bestseller in Kroatien! Renato Baretić wird im deutschsprachigen Raum von der Literaturagentur Literaturmitte aus Berlin vertreten: Janja Marijanović.
 
„Am schmalen Uferstreifen standen vor einer kleinen Reihe betagter, niedriger Steinhäuschen ungefähr zwanzig Menschen unter Regenschirmen. Einer trennte sich von der Gruppe, Tonino warf ihm das Seil zu, das dieser geschickt auffing und um die alte Steinsäule legte. Siniša wusste nicht so recht, was er tun sollte, und hob seine Bierdose ein wenig in die Höhe, als wolle er jemandem zuprosten. Wie von einem Dirigenten angeleitet hoben sich im selben Augenblick alle schwarzen Regenschirme am Ufer ein wenig in die Höhe. Angenehm überrascht hob Siniša seine Dose noch einmal hoch, dieses Mal sogar ein wenig höher, doch dieses Mal erwiderte niemand seine Geste.“  (Aus: Der achte Beauftragte)

 

Željko Barišić (1967, Mostar, Bosnien und Herzegowina). Nach dem Besuch der Elementarschule in Rakitno bei Posušje und der weiterführenden Schulen in Split und Mostar, studierte er Zahnmedizin an der Universität Zagreb.

Seine Poesie- und Prosawerke wurden in zahlreichen literarischen Zeitschriften (Godine, Godine nove, Vijenac, Zarez, Motršti, Život, Kolaps, Riječi, RE, Osvit, Hrvatski narodni godišnjak/Kroatisches Volksjahrbuch, Marulić u.a.) sowie in einigen slowenischen Zeitungen und vielen Tageszeitungen veröffentlicht. Er ist Mitglied des Spliter informellen Literaturklubs Utorkaši („Dienstagsleute“), mit denen er 2007 die Anthologie Naši sprovodi ("Unsere Begräbnisse") veröffentlichte. Er ist Herausgeber der Anthologie Nova hercegovačka proza ("Die neue herzegowinische Prosa"), die in der Zeitschrift des Literaturkreises Split Mogućnosti erschienen ist. Seine regelmäßigen sowie gelegentlichen Kolumnen erscheinen auf den Webportalen Poskok.info und Pincom.info. Er erhielt den Preis der Matica Hrvatska für die beste Erzählung. Sein Roman Bilo jednom u Zagrebu ("Es war einmal in Zagreb") ist beim Verlag Stajer-graf in Zagreb erschienen.

 


Ludwig Bauer 1941 in Sisak. Hat etwa dreißig Bücher geschrieben. Übersetzer des ersten Fachbuchs über Kybernetik ins Kroatische (J. Bober: Mensch, Maschine, Gesellschaft, 1967).  Drehbuchautor (Zeichentrickfilm Profesor Baltazar). Seine Kinderbücher - Der Polyglott und der Hund (Erzählungen für Kinder 2001), Drei Bären und eine Gitarre (Erzählung für Kinder, Zagreb, 1991 - 2007) u.v.m. - gehören heute zum Teil zur obligatorischen Schullektüre kroatischer Schüler. In seinen Romanen zeichnet Bauer die Schicksalswege der Deutschen und  Österreicher im Südosten Europas nach, so auch in der bisher nur auf kroatisch und slowakisch vorliegenden Kurzen Chronik der Familie Weber (Sarajevo, 1990), die unter Donauschwaben ein Kultroman wurde. Ludwig Bauer leitet seit 1990 die Zagreber Schule für kreatives Schreiben und die  Meisterwerkstatt für Prosa und unterrichtet Kreatives und funktionales Schreiben. Aktuell: der Roman Partitur für die Zauberflöte (Wieser Verlag 2008).


Gordana Benić (1950, Split) studierte Kroatistik und Philosophie an der Philosophischen Fakultät in Zadar und danach Literaturwissenschaften an der Philosophischen Fakultät in Zagreb. Sie lebt und arbeitet in Split.

Bisher veröffentlichte sie Gedichtbände und Gedichtprosa:
Soba ("Das Zimmer"), Književni krug: Split, 1982.
Kovači sjene ("Schattenschmiede"), Književni krug: Split, 1987.
Trag Morie ("Morias Spur"), Hrvatska sveučilišna naklada: Zagreb, 1992.
Dubina ("Die Tiefe"), Meandar: Zagreb, 1994.
Laterna Magica, Književni krug: Split, 1998.
Balada o neizrecivom ("Die Ballade vom Unaussprechlichen"), Meandar: Zagreb, 2003.
Unutarnje more ("Innere Alpträume"), ausgewählte Gedichte, herausgegeben von Zvonimir Mrkonjić, Matica hrvatska: Zagreb, 2006.

Zeitungsartikel, die vom Palast Diokletians in Split handeln, sind im Buch Godina Sfinge ("Das Jahr der Sphinx"), herausgegeben von Jelena Hekman, erschienen (Ex libris: Zagreb, 2004).

1998 erhielt sie den Preis “Tin Ujević” des kroatischen Schriftstellerverbandes für das Buch Laterna Magica. 2000 erhielt sie den Staatspreis “Vicko Andrić” für ihre professionelle journalistische Leistung in der wöchentlich erscheinenden Kolumne für Kultur, Forum, der Tageszeitung Slobodna Dalmacija.


Boris Domagoj Biletić (Pula, 1957). Diplom- und Magisterabschluss an der Philosophischen Fakultät in Zagreb; derzeit Doktorand an dieser Fakultät. Neben Poesie veröffentlichte er auch Kritiken, Betrachtungen und Studien. Initiator und Chefredakteur der Zeitschrift für Literatur, kulturelle und gesellschaftliche Themen Nova Istra in Pula, Mitglied des Verbands kroatischer Schriftsteller (DHK) und des Kroatischen P.E.N.-Zentrums. Gründer der Istrischen Zweigstelle des Verbands kroatischer Schriftsteller, boris bileticderen Vorsitzender er derzeit ist, und Mitinitiator der in Rovinj stattfindenden Veranstaltung Šoljanovi dani ("Šoljan-Tage"). 2003 rief er die internationale Literaturveranstaltung Pulski dani eseja ("Essaytage Pula") ins Leben. Er ist in Anthologien vertreten, wurde in rund 20 Sprachen übersetzt und erhielt Auszeichnungen im In- und Ausland. Zahlreiche Literaturpreise ("Mlada Struga", "Tin Ujević", Preis des Vereins KulturKontakt Austria) und Auszeichnungen (Orden der Danica Hrvatska mit dem Portrait von Marko Marulić, Medaille der Stadt Rovinj u.a.). Mitarbeit bei führenden kroatischen Literaturperiodika und Zeitungen sowie bei zahlreichen ausländischen Zeitschriften. Er war Gastschriftsteller der internationalen Zagreber Slawistischen Schule und Teilnehmer vieler Poesiefestivals im In- und Ausland. Herausgeber einer Reihe von Büchern, die auf große Beachtung stießen. Er lebt und arbeitet in Rovinj als Direktor der Stadtbücherei "Matija Vlačić Ilirik".

 

Foto: Luka Pretegiani


biletic2 Auszug aus seiner Bibliographie: Zublja šutnje ("Fackel des Schweigens", Pula, 1983), Maški vrisok ("Männlicher Schrei", Skopje, 1985), Primorski nokturno ("Küsten-Nocturno", Pula, 1986), Pjena brzih oblaka ("Der Schaum schneller Wolken", Pula, 1990), Radovi na nekropoli ("Arbeiten an der Nekropole", Zagreb, 1996), Oblik za dušu ("Form für die Seele", Buzet, 1999), Bartuljska jabuka ("Bartolapfel", Buzet, 2001), Glasi književne Istre ("Stimmen des literarischen Istrien", Pula, 2002), Mali abecedarij / My Pocket ABC (Zagreb, 2006), Imam riječ ("Ich habe das Wort", Zagreb, 2006), U gostima ("Zu Gast", Zagreb, 2007), Oko Učke ("Um Učka herum", Zagreb, 2007), Pristrani čitatelj I-II ("Subjektiver Leser I-II", Pula, 2007).


Weitere Informationen über den Autor: www.boris-biletic.iz.hr

Marica Bodrožić, geboren 1973 in Dalmatien, studierte Kulturanthropologie, Psychoanalyse und Slawistik in Frankfurt am Main. Ihre ersten literarischen Arbeiten veröffentlichte Marica Bodrožić in Zeitungen und Zeitschriften wie Lettre International, FAZ und Manuskripte. Sie schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Förderungspreis für Literatur von der Akademie der Künste in Berlin.

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Marica Bodrožić lebt als freie Schriftstellerin in Berlin.

Für ihr literarisches Debüt, „Tito ist tot“, Erzählungen, erhielt sie 2001 das Hermann Lenz- Stipendium, 2002 den Heimito von Doderer-Förderpreis sowie 2003 den Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis. 2003 folgt ein Arbeitsstipendium der Robert Bosch-Stiftung für den Roman „Der Spieler der inneren Stunde“ und 2004 Arbeitsstipendium „Grenzgänger“ der Robert Bosch-Stiftung für die Erzählungen „Der Windsammler“. Sie bekam außerdem 2005 Adalbert Stifter-Förderpreis und 2005 Jahresstipendium Else Heiliger Fonds, 2005 war sie writer in residence in Bordeaux, 2006/ 2007 bekam sie Jahresstipendium vom Deutschen Literaturfonds für einen Roman. 2007 wurde sie mit dem Literaturpreis (zum Kunstpreis) der Akademie der Künste Berlin ausgezeichnet, 2007 bekam sie Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch-Stiftung für ein Essay-Projekt und das Stipendium Künstlerhaus Edenkoben.
 
Veröffentlichungen:
Tito ist tot, Erzählungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2002;
Augen, Schritte, Menschengebiete, Erzählung, in: Bilder eines neuen Jahrhunderts. Hrsg. von Heinz Ludwig Arnold, Wallstein Verlag, Göttingen 2002; Gedichte in: Werkstatt II, Hrsg. von Heinz Ludwig Arnold, Wallstein Verlag, Göttingen 2003;
Der Wunderlehrling, Essay, in: Mit Lessing ins Gespräch, Hrsg. von Heinz Ludwig Arnold Wallstein Verlag, Göttingen 2004;
Der Spieler der inneren Stunde, Roman,  Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2005;
Wunden haben keine Grenzen, Essay, in: Ungefragt, Über Literatur und Politik, Hrsg. von Klaus Amann, Heinz Lunzer und Ursula Seeber Czernin Verlag, Wien 2005;
Herzkränze, Stundenland, in: Kluge Mädchen, wie wir wurden, was wir nicht werden sollten. Hrsg. von A. Meiners, Elisabeth Sandmann Verlag, München 2006;
Ein Kolibri kam unverwandelt, Gedichte, Otto Müller Verlag, Salzburg 2007;
Sterne erben, Sterne färben. Meine Ankunft in Wörter, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2007;
Der Windsammler, Erzählungen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2007.

Filmarbeiten:
DAS HERZGEMÄLDE DER ERINNERUNG.EINE REISE DURCH MEIN KROATIEN. Buch & Co Regie (zusammen mit Katja Gasser), Eine Produktion von PRETV. Im Auftrag von 3sat/ORF.

Literarische Übersetzungen aus dem Kroatischen:

Igor Štiks: Die Archive der Nacht. Roman. Ullstein Verlag 2008

 


Biobibliographie in Vorbereitung.

Biobibliographie in Vorbereitung.

Vlado Bulić wurde 1979 in Split geboren, wo er auch die Grundschule und das Mathematische Gymnasium besuchte. Anschließend begann er ein Studium an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik in Zagreb, das er nach zwei Jahren jedoch abbrach, um sein Studium an der Philosophischen Fakultät (Studienschwerpunkte: Kroatische Sprache, Literaturwissenschaft und Informationswissenschaft), ebenfalls in Zagreb, aufzunehmen. Derzeit ist er Absolvent.

vlado bulicNach dem ersten Jahr an der neuen Fakultät begann er, schriftstellerisch tätig zu werden und veröffentlichte Artikel in den Zeitschriften Quorum, Godine nove und Libra Libera. Einige seiner Texte wurden im Dritten Programm des Kroatischen Radios (HR3) und im Programm des Radios 101 vorgelesen. Seit 2003 ist Bulić Redakteur bei der Literaturzeitschrift Libra Libera. Darüber hinaus war er kurz als Redakteur für das Web-Portal MojPosao tätig. Heute ist er Kolumnist der Zeitschrift Cosmopolitan und einer der Drehbuchautoren der Fernsehserie Bitange i princeze.

2003 gewann das Manuskript für seinen ersten Poesieband 100 komada ("100 Stück") beim Wettbewerb um das beste Erstlingswerk des studentischen Zentrums in Zagreb den ersten Preis, und wurde daraufhin als Buch veröffentlicht, das sowohl von der Kritik als auch vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Einige Gedichte wurden in die Anthologie Kupujemo bodeže, eine Auswahl neuerer kroatischer Poesie, aufgenommen (Matica Hrvatska, Sisak 2004, herausgegeben von Miloš Đurđević). Der Poesieband 100 komada war im selben Jahr auch als kroatischer Beitrag beim Internationalen Poesie-Festival der UNESCO in Struga vertreten.

Denis Lalić war bis 2006 Kolumnist des Webportals index.hr und Autor des Kolumnen-Blogs Pušiona, das 2003 zur besten kroatischen Web-Kolumne gewählt wurde. Bis heute taucht der Name Denis Lalić auf etlichen Internetseiten und in Printmedien auf, so dass Denis Lalić, auch wenn es sich um einen fiktiven Namen handelt, in den Medien als "reale Person" fungiert. Mit der Herausgabe der Blog-Kolumnen-Sammlung Pušiona Denisa Lalića (AGM, 2006), einer Auswahl der besten Pušiona-Texte, wurde Denis Lalić zuletzt auch zum Buchautor.

2006 veröffentlichte Vlado Bulić unter seinem wahren Namen den Roman Putovanje u srce hrvatskoga sna (AGM, 2006, "Reise ins Herz des kroatischen Traums", für den er den Preis der Tageszeitung Jutarnji list für das beste, 2006 in Kroatien herausgegebene Prosawerk bekam. Bei diesem Werk handelt es sich eine Geschichtensammlung, die man auch als Episoden-Roman lesen kann und die im Grunde Denis Lalićs Bildungsroman ist, in dem er sein Aufwachsen in Kroatien während der Kriegs- und Nachkriegszeit beschreibt – eine Reise "vom Spaten bis zum Internet", die sich leicht auf die "Reise" der Gesellschaft allgemein projezieren lässt.
 

Denis Lalić ist zugleich Romanfigur, Autor einer Kolumnen-Sammlung und eine "Medienpersönlichkeit", wodurch die Grenzen zwischen literarischer und medialer Fiktion zwar nicht ganz aufgehoben, zumindest jedoch deutlich verschoben werden.

 

Veröffentlichungen:

100 komada, Poesieband, Izdavačka djelatnost SC-a, Zagreb 2003.

Pušiona Denisa Lalića, Blog-Sammlung, AGM, Zagreb 2006.

Putovanje u srce hrvatskog sna, Roman, AGM, Zagreb 2006.

 

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C


Branko Čegec, geboren am 22. Juni 1957 in Kraljev Vrh, Vrbovec. Er schloss an der Philosophischen Fakultät in Zagreb sein Studium der Jugoslawischen Sprachen und Literaturen und der Komparatistik ab. Er war als Literaturredakteur in den Jugendzeitschriften Polet und Pitanja tätig. 1995 bis Ende 1989 Chefredakteur der Zeitschrift Quorum. 1989 bis Ende 1990 Chefredakteur der Literaturzeitung Oko. Danach bis 1993 Redakteur im Verlag Mladost.branko cegec 1992 initiierte er die Gründung seinen eigenen Verlags Meandar, der im Sommer 1993 zu wirken begann. In diesem Verlag ist er bis 2000 als Geschäftsführer und Chefredakteur tätig, und danach als Chefredakteur. Im Jahr 1998 initiierte er die Gründung eines wirtschaftlichen Interessensverbands kleiner und mittlerer Verlage unter dem Namen "Hrvatski neovisni nakladnici" ("Kroatische unabhängige Verleger"). Im selben Jahr wurde er zum Vorstandsvorsitzenden dieses Verbands gewählt. Im Jahre 1999 wurde er zum Vorsitzenden von "Goranovo proljeće" gewählt, der größten kroatischen Poesie-Veranstaltung, die er bis Herbst 2007 leitete. 2000 bis 2002 Kulturministerassistent. Nach 2002 verließ er alle Fachverbände von Schriftstellern und Verlegern. Er rief das Buchzentrum "Centar za knjigu", dessen Leitung er übernahm, und die Buchzeitschrift Tema, deren Chefredakteur er ist, ins Leben.
Foto: Vanda Mikšić 
 
Er veröffentlichte folgende Bücher:
Eros-Europa-Arafat, Poesie, Zagreb 1980 (Goran-Preis für junge Dichter);
Zapadno-istočni spol ("West-östliches Geschlecht"), Poesie, Zagreb 1983;
Presvlačenje avangarde ("Das Umkleiden der Avantgarde"), Essays und Kritiken, Zagreb 1983 (Preis "Sedam sekretara SKOJ-a");
Melankolični ljetopis ("Melancholische Annalen"), Poesie, Rijeka 1988;
Ekrani praznine ("Bildschirme der Leere"), Poesie, Zagreb 1992, erweiterte Ausgabe 2001;
Fantom slobode ("Phantom der Freiheit"), Essays, Kolumnen, Artikel, Zagreb 1994;
Strast razlike, tamni zvuk praznine ("Leidenschaft des Unterschieds, dunkler Klang der Leere", mit Miroslav Mićanović), Panorama des kroatischen Dichtertums der achtziger und neunziger Jahre, Zagreb 1995;
Nitko ne govori hrvatski/Personne ne parle croate ("Niemand spricht Kroatisch", mit Miroslav Mićanović und Ivica Prtenjača), Poesieauswahl (zwei Ausgaben), Zagreb 2002;
Sintaksa mesečine ("Syntax des Mondlichts"), Poesieauswahl, Ljubljana 2004;
Tamno mjesto ("Dunkler Ort"), Poesie, Zagreb 2005;
Tri krokodila ("Drei Krokodile", mit Senko Karuza und Miroslav Mićanović), Prosa, Zagreb 2005.

Seine Gedichte wurden in rund 30 Anthologien, Auswahlen und Übersichten im In- und Ausland aufgenommen. Er ist Autor oder Koautor mehrerer Auswahlen und Übersichten der kroatischen Literatur (Poesie und Prosa) im In- und Ausland. Er nahm an inländischen und internationalen Poesiefestivals teil; zu erwähnen sind hier: die Poesieabende von Struga in Mazedonien, die Poesietage von Sarajevo, das Literaturfestival Vilenica in Slowenien, Translokal (Graz), Marché de la poésie (Paris, Bordeaux, Marseille), Poésie/nuit (Lyon), SiDaJa (Trieste). Darüber hinaus nahm er an Lesungen in Österreich, Ungarn, Polen, Bosnien und Herzegowina, Slowenien, Frankreich u.a. teil. Deutsche Übersetzungen seiner Gedichte erschienen in der Zeitschrift Literatur und Kritik sowie im Rahmen des Festivals Translokal in Graz 2003, beziehungsweise in der Anthologie Das Schlangenhemd des Windes.

Bora Ćosić, geboren 1932 in Zagreb. In den 50er und 60er Jahren Literaturredakteur und Mitarbeiter der Belgrader Produktionsfirma Avala Film. Sein Roman Uloga moje porodice u svetskoj revoluciji (Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution) wurde zwar einerseits 1969/70 mit dem renommierten serbischen NIN-Preis ausgezeichnet, die Theaterfassung hingegen zog ein mehrjähriges Publikationsverbot für den Autor nach sich, der ohnehin auf der „schwarzen Liste“ stand. Aus Protest gegen das Milošević-Regime verlässt borac osicĆosić Serbien 1992 und lebt heute in Berlin. Belgrad nannte er während der Jugoslawienkriege nur noch "die Stadt aus der heraus der Krieg regiert wird". Bora Ćosić hat über dreißig Bücher geschrieben, die in viele europäische Sprachen (u. a. ins Deutsche, Englische, Französische und Ungarische) übersetzt wurden. Seinen Ruf als einer der witzigsten und skurrilsten Autoren verdankt er vor allem der Wiederentdeckung seines mittlerweile zum "subversiven Klassiker" avancierten Romans Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution (Rowohlt 1994). Seit 1999 Kolumnist für die kroatische Wochenzeitschrift Feral Tribune. 2002 wurde Ćosić mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Sein neuer Roman Die Vogelklasse erscheint zur Leipziger Buchmesse im Folio Verlag 2008.


Weitere Informationen über den Autor sind auch auf den Webseiten des Suhrkamp Verlags, des Folio Verlags und des Internationalen Literaturfestivals Berlin zu finden.

Die politischen Umstände, die mein Land zerstört haben, haben auch zu meinem Exil geführt. Man kann also sagen, dass ich nicht wegen des Auslands ins Ausland gegangen bin, sondern weil mir mein Land fremd geworden ist.
 
Foto: Folio Verlag 

 
D


Boris Dezulovic 1964 in Split. Schriftsteller und Journalist. Mitbegründer der satirischen Wochenzeitschrift Feral Tribune, wechselte dann als Kolumnist zu Globus. Hätte man Hitler schon als Kind töten sollen?, heißt das ethische Dilemma, das sein 2003 veröffentlichter Roman Christkind abhandelt. 2005 folgte mit Wer schert sich heute schon um tausend Dinar?, ein satirischer Roman über den Krieg in Bosnien. In Gedichte aus Lora (Drava Verlag 2008) lässt Boris Dežulović die Täter zu Wort kommen: die Folterer und Mörder aus dem Militärgefängnis Lora. „Zehn Jahre sind seit dem Krieg vergangen, die richtige Zeit darüber zu reden war damals. Aber die nächsten Generationen, die den Krieg nicht erlebt haben, können sich damit beschäftigen, wenn wir schon zu bequem oder feige waren."
 
Photo: Aleksandar Stanković 


Biobibliographie in Vorbereitung.


slavenka drakulic Geboren 1949 in Rijeka. Sie studierte an der Zagreber Universität Vergleichende Literaturwissenschaft und Soziologie und wurde bald nach dem Studium eine der bekanntesten Journalistinnen des Landes, bekannt für ihr feministisches Engagement. Ihr Prosawerk Prinzip Sehnsucht (Rowohlt 1989) ist ein Meisterwerk, in dem sich der kranke Körper und die Krankheit sprachlich mitzuteilen versuchen. Mit dem Beginn des Krieges im ehemaligen Jugoslawien wurde sie zu einer starken Analytikerin der gesellschaftlichen Prozesse und vor allem des anwachsenden Nationalismus. Slavenka Drakulić geht es um unliebsame Realitäten: Krieg, gesellschaftliche Missachtung, Gewalt in kleinem und großem Maßstab. In den 90ern entlarvt sie mit Wie wir den Kommunissmus überstanden und dennoch lachten (Rowohlt 1991) oder Café Europa (1999) die Absurdität eines Lebens im und den Alltagskampf von Frauen unter dem Kommunismus in Jugoslawien. In Als gäbe es mich nicht (Aufbau Verlag 1999) versucht sie den schweigenden traumatisierten im Balkankrieg vergewaltigten Frauen in Romanform „eine Stimme zu geben, der die Welt zuhören muss." Für Keiner war dabei. Kriegsverbrechen auf dem Balkan vor Gericht (Zsolnay 2004) schließlich verfolgt sie Wochen und Monate die Verhandlungen vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag um zu erfahren, wie aus unauffälligen jungen Männern Mörder und aus Nachbarn Todfeinde wurden. Ihre Bücher wurden in über 15 Sprachen übersetzt, ihre Reportagen und Essays in allen wichtigen europäischen und amerikanischen Zeitungen und Magazinen abgedruckt. Drakulić schreibt regelmäßig für La Stampa, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Dagens Nyheter und Politiken. 2005 erhielt sie den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. Aktuell: Frida (Zsolnay Verlag 2007). Sie lebt heute als Journalistin und Schriftstellerin in Wien, Stockholm, Zagreb und Sovinjak (Istrien).

Photo: Andriana Škunca


Geboren 1934 in Vela Luka auf der Insel Korčula. Er studierte Kunstgeschichte in Zagreb, wo er später als Radioredakteur arbeitete. Über sein Leben ist sehr wenig bekannt, da er betont zurückgezogen lebt und wenig von öffentlichen Auftritten hält. Trotzdem ist er sowohl bei der Kritik als auch beim Publikum einer der bekanntesten und meist geschätzten kroatischen Dichter und Essayisten. Im Jahr 2005 wurde er durch eine einstimmige Entscheidung der Jury für den Gedichtband Žamor (Stimmengewirr, Zagreb 2005) mit dem bedeutendsten Preis für Poesie in Kroatien („Ivan Goran Kovačić") ausgezeichnet (er erschien nicht zur Preisverleihung). Seit 1961, als der Gedichtband Kornjača i drugi predjeli (Die Schildkröte und andere Landschaften, Split 1961) erschien, hat jeder seiner Gedichtbände große Wirkung auf andere Dichter ausgeübt. Werke: Kornjača i drugi predjeli (Die Schildkröte und andere Landschaften, Split 1961); U tvom stvarnom tijelu (Gedichte: In deinem wahren Körper, Zagreb 1964); Svjetiljka i spavač (Gedichte: Die Leuchte und der Schläfer, Zagreb 1965); Nevrijeme i drugo (Gedichte: Unwetter und anderes, Zagreb 1968); Bijeli znak cvijeta (Gedichte: Das weiße Zeichen der Blume, Zagreb 1969); O Veronici, Bezlebubu i kucanju na nezvjesna vrata (Prosa: Über Veronika, Beelzlebub und das Klopfen an eine ungewisse Tür, Zagreb 1970); Bajka o vratima (Prosa: Das Märchen von der Tür, Zagreb 1972); Četvrta životinja (Gedichte: Das vierte Tier, Zagreb 1972); Prirodopis (Gedichte: Naturschrift, Zagreb 1974); Izmišljotine (Gedichte: Erdachtes, Zagreb 1976); Razdoblje karbona (Gedichte: Das Zeitalter des Karbons, Zagreb 1981);  Rasuti teret (Prosa: Streugut, Belgrad 1985); Zvjezdarnica (Gedichte: Sternwarte, Zagreb 1994); Cvjetni trg (Prosa: Blumenplatz [ein Platz in Zagreb], Zagreb 1994); Hodanje uz prugu (Gedichte: Entlang der Gleise, Zagreb 1997); Žamor (Gedichte: Stimmengewirr, Zagreb 2005)



Daša Drndić wurde 1946 in Zagreb geboren. 1968 schloss sie an der Philologischen Fakultät der Universität Belgrad am Lehrstuhl für Englische Dasa DrndicSprache und Literatur ihr Studium ab. Sie arbeitete im Verlagshaus "Vuk Karadžić" und an der Arbeiteruniversität "Đuro Salaj" in Belgrad, bis sie 1970 ein Fulbright-Stipendium für postgraduale Studien an der Southern Illinois University, Carbondale, Illinois, USA, erhielt, wo sie 1971 den Magistertitel im Fach Dramaturgie erwarb.
Von 1971 bis 1973 arbeitete Drndić beim Dritten Programm des Radio Belgrads als Dramaturgin, nahm am Salzburg Seminar für Gegenwärtige amerikanische Literatur teil und erhielt daraufhin eines von fünf Stipendien für postgraduale Studien, beziehungsweise für die Arbeit an ihrer Dissertation, am Drama Department der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio, USA (1973-1974), um das sich außer ihr auch amerikanische Studenten beworben hatten. Da ihr Stipendium auslief, führte sie ihre Doktorarbeit nicht zu Ende. Drndić promovierte 2004 in Rijeka zum Thema Protofeminismus und Ideen der politischen und literarischen Linken im amerikanischen Drama.
Von 1974 bis 1992 arbeitete Daša Drndić als dramaturgische Redakteurin des Hörspielprogramms beim Radio Belgrad. Sie schrieb und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hörspiele, Kritiken und Übersetzungen für Verlagshäuser und Zeitschriften im gesamten Raum Ex-Jugoslawiens. Im damaligen Jugoslawien und im Ausland wurden mehr als 30 ihrer Hörspiele, darunter auch experimentelle und dokumentarische Hörspiele, ausgestrahlt.
Drndić zog 1992 nach Rijeka in Kroatien, wo sie zunächst als Englischlehrerin in einer Grundschule arbeitete, dann als Englisch-Erzieherin im Kindergarten der Kroatisch-amerikanischen Freundschaft und von Juli 1993 bis Dezember 1994 als Assistentin für Bildung und soziale Programme im UNHCR-Büro Rijeka. In dieser Zeit schrieb sie Kritiken und Rezensionen zu Theatervorstellungen für die Tageszeitung "Slobodna Dalmacija".
Als Zeichen des Protestes gegen die Intervention der Kroatischen Armee in Bosnien und Herzegowina ging sie 1995 mit ihrer zwölfjährigen Tochter als Flüchtling nach Toronto, Kanada, wo sie bis 1997 blieb. In Toronto unterrichtete sie vorübergehend Kroatisch und Serbisch an der University of Toronto, nach Kroatien schickte sie "Briefe aus Kanada" ("Pisma iz Kanade") für die Tageszeitung "Novi list – Glas Istre" und schrieb das Buch Umiranje u Torontu ("Sterben in Toronto"). Für den kanadischen staatlichen Radiosender CBC erstellte sie drei Dokumentardramen (Features): Children of Our Age, Lost in the Promised Land und The Church in Croatia.
Seit 1997 schreibt und veröffentlicht sie Prosabücher, und ihre Hörspiele werden
im Dritten Programm des Kroatischen Radios (HR3) ausgestrahlt. Zwischen 2003 und 2007 waren ihre Hörspiele Oh, Happy Day, Muževi Lile Weiss ("Die Männer der Lila Weiss"), Pupi und Artur i Isabella ("Arthur und Isabella") auch auf dem Festival "Prix Europa" in Berlin vertreten, und einige von ihnen wurden in Finnland, Ungarn, Slowenien und Serbien ausgestrahlt.
Im Jahr 2004 erhielt Daša Drndić ein Stipendium im Rahmen des Förderprogramms "Artists & Writers in Residence" der Organisation Kulturkontakt Austria und lebte daraufhin zwei Monate lang in Wien, wo sie schrieb und veröffentlichte, und im April 2007 folgte sie der Einladung des Literarischen Colloquiums Berlin zu einem einmonatigen Aufenthalt in dessen Villa für Autoren und Übersetzer am Wannsee, worüber sie zur Zeit ein Buch schreibt. Im September 2004 nahm sie am Internationalen Literaturfestival Vilenica in Slowenien teil. Darüber hinaus ist sie regelmäßig als Referentin zu Gast bei den Tomizza-Tagen – Grenzbegegnungen: Trst-Koper-Umag. Sie nimmt an inländischen und internationalen Veranstaltungen zum Themenbereich Identitäten, Menschenrechte und Freiheiten teil. Sie ist Mitarbeiterin der Zeitschriften Sarajevske sveske, Tvrđa, Europski glasnik, Književna republika, Novi Kamov, Nova Istra u.a.
Daša Drndić schrieb und veröffentlichte etwa 30 Erzählungen, von denen einige in Anthologien aufgenommen und einige mit Preisen ausgezeichnet wurden. So wurde 1993 beispielsweise ihre Erzählung Eeny meeny miney mo – out you go mit dem Preis der Wochenzeitung "The European" ausgezeichnet. Sie übersetzte mehr als tausend Seiten philosophisch-theoretischer Texte, Romane, Essays und Dramen ins und aus dem Englischen (Daiches, Orwell, Hutchinson, Esslin, Burnbaum, Pinter, Borhes, Sanguinetti, Gombrowicz, Auden, Markuze, Lawrence, Brodski, Auster, Trumbo etc.). Von 1968 bis 1991 war sie Mitglied des Verbands literarischer Übersetzer Serbiens. Auszüge aus ihrer Prosa und ihren Hörspielen wurden ins Englische, Deutsche, Französische, Finnische, Ungarische, Polnische, Italienische und Slowenische übersetzt.
Sie ist Mitglied des Kroatischen PEN-Zentrums und des Kroatischen Schriftstellerverbands (HDP) sowie Vorsitzende des Vereins Alleinerziehender "Minus 1".
 
Prosabücher:
Put do subote ("Der Weg zum Samstag", Prosveta, Belgrad 1982), Kamen s neba ("Stein vom Himmel", Prosveta, Belgrad 1984), Umiranje u Torontu ("Sterben in Toronto", Adamić, Rijeka – Arkzin, Zagreb 1997), Canzone di guerra (Meandar, Zagreb 1998), Totenwände (Meandar, Zagreb 2000), Doppelgänger (Samizdat B92, Belgrad 2002), Leica format (Meandar, Zagreb - Samizdat B92, Belgrad 2003), The False Teeth of Lila Weiss (Toronto Slavic Quarterly, no. 9, 2004), After Eight – književni ogledi ("After Eight – Literarische Betrachtungen", Meandar, Zagreb 2005), Doppelgänger (Faust Vrančić – 90 stupnjeva, Zagreb 2005), Feministički rukopis ili politička parabola: Drame Lillian Hellman ("Feministische Handschrift oder politische Parabel: Dramen von Lillian Hellman", Ženska infoteka, Zagreb 2006), Sonnenschein (Fraktura, Zagreb 2007).
Im Jahr 2004 wurde das Buch Leica format für die Literaturpreise der Tageszeitungen "Jutarnji list" und "Vijesnik" sowie für den Gjalski- und den Kiklop-Preis nominiert, und 2005 das Werk After Eight, ebenfalls für den Kiklop-Preis. Im Jahr 2007 erhielt Daša Drndić die Literaturpreise "Fran Galović" und "Kiklop" für den Roman des Jahres – Sonnenschein.

 
F

Geboren 1937 in Split/Kroatien. Studium der Kroatistik und Italianistik an der Philosophischen Fakultät in Zagreb. Nach Tätigkeiten als Zeitschriften- und Fernsehredakteur Nedjeljko Fabriound Theaterdramaturg ist er heute als Professor an der Akademie für Dramenkunst in Zagreb tätig. Er ist ordentliches Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaft und Kunst. Seine literarische Karriere begann er mit Gedichten und Novellen, und er schrieb später Essays, Dramen, Romane, Musikkritiken und übersetzte aus dem Italienischen.

Aus seinem umfangreichen Opus seien hier nur die Werke aus der Edition „Ausgewählte Werke von Nedjeljko Fabrio in acht Bänden“ genannt, die in der Zeit von 2005 bis 2007 im Verlag Profil International in Zagreb wieder aufgelegt wurden:

Übungen des Lebens, Roman; Das Haar der Berenice, Roman; Trimeron, Roman; Wronskijs Tod, Roman; Erzählungen; Allusive Dramen; Essays, Band 1 und 2

Wronskijs Tod wurde ins Russische, Das Haar der Berenice ins Ungarische und Deutsche (Wieser Verlag) und Trimeron ins Ungarische übersetzt.

Für sein literarisches Werk wurde er mit vielen Preisen geehrt, u. a. mit dem Preis „Vladimir Nazor“ (1989), dem Preis „Ksaver Šandor Gjalski“ (1989 und 2002) und dem Preis der Zeitung Vjesnik (2002). In Ungarn wurde ihm der Internationale Preis „Bethlen Gábor Alapítvány“ (1993) verliehen und in Österreich der „Herder-Preis“ des Jahres 2002.

Fabrio wurde von dem deutschen Experten für südslawische Literaturen Prof. Dr. Reinhard Lauer anlässlich der Verleihung des renommierten „Herder-Preises“ (an der Universität Wien 2002) mit einer bewegten Laudatio gewürdigt. Fabrio sei, so Lauer, „ein Autor auf allen Feldern und in allen Gattungen, Kritiker, Publizist [...] die Tätigkeit eines Musikschriftstellers kommt noch hinzu“. „Die stilistische Meisterschaft, die hier erreicht ist, sucht in der kroatischen Literatur ihresgleichen“. Zu den wesentlichen Komponenten seiner Romane gehören „die Frage nach Kroatien, das in seinen europäischen Verflechtungen gesehen wird; die universale Sicht der Dinge und die italienisch-kroatische Relation, die bei Fabrio sozusagen familiär vorgegeben ist, aber für den geschichtsbewussten Dalmatiner immer auch ein Identitätsproblem darstellt:“

„Die postmoderne Montage wird bei Fabrio einem geschmeidigen, an Proust oder Nabokov gemahnenden Erzählstrom übergeben, dem sich der Leser je länger desto lieber und sicherer anvertrauen kann.“ (Reinhard Lauer)

„Mit der polyphonen Komposition entwirft Fabrio vor allem etwas, und das ist wohl das Faszinierendste an seinem Roman: ein historisches Tableau dieser alten europäischen Region. Er schreibt nicht bloß Regionalgeschichte: es ist die große Geschichte Europas, deren Erschütterungen vor den Rändern nicht halt machen und in deren Kontext sich regionale Geschichte vollzieht.“ (Balduin Winter)

Nedjeljko Fabrio ist ein poeta doctus, dessen Romane den geographisch-kulturellen Raum zwischen Mittelmeer und Mitteleuropa mit einer Reihe von unvergesslichen literarischen Gestalten gefüllt haben.

Zoran Feric Zoran Ferić, geboren 1961 in Zagreb. Studium an der Philosophischen Fakultät von Zagreb. Derzeit Gymnasiallehrer für Kroatisch. Zahlreiche Publikationen in kroatischen Zeitschriften wie Polet, Studentski list, Pitanja, Oko, Quorum, Plima, Evropski glansnik und Torpedo. Auf Deutsch in der Übersetzung von Klaus Detlef Olof erschienen: Walt Disneys Mausefalle (1999, Folio; 2001 btb Taschenbuch), Engel im Abseits (2000, Folio), Der Tod des Mädchens mit den Schwefelhölzchen (2003, Folio), Die Kinder von Patras (2006, Folio).

Pressestimmen:
Oft sind es nur Löcher in den Erzählungen, Ungesagtes, ab und zu aber zeigt ein Bild, wie der Stoff der Kunst im Banalen wohnt. [...] Ferić zeichnet die abstrusesten Normalitäten des Alltags auf; seine Erzählungen handeln von der schreienden Komik der menschlichen Tragödie.

Die Zeit                                                                                Foto: Damir Hoyka

Zoran Ferić gehört zu den meist versprechenden kroatischen Schriftstellern der jüngeren Generation.
SWR

Ferić trägt mit großer Sicherheit und unermüdlich die absurd-normalen Teile von Wirklichkeit zusammen.
FAZ

Leseprobe - Zoran Ferić: Die Kinder von Patras

 

cover_Patras        
 
cover_Disney
     
cover_engel   cover_Schwefelhoelzchen

 

Der zeitgenössische kroatische Dichter Jakša Fiamengo wurde am 26. November 1946 in Komiža geboren, einer kleinen Fischerstadt in der JaksaFiamengosüdwestlichen Bucht der mitteldalmatinischen Insel Vis. Seit 1962 lebt er in Split, wo er Poesie, Essays, Kritiken und Drehbücher zu schreiben begann. Er ist Mitglied des Verbands kroatischer Schriftsteller (DHK), wurde in Anthologien kroatischer Poesie aufgenommen, und einige seiner Gedichte wurden in etwa 15 Sprachen übersetzt. Er ist Redakteur bei der Tageszeitung "Slobodna Dalmacija" und beim Verlag "Književni krug" in Split. Gelegentlich redigiert er verschiedene Ausgaben und ist Jurymitglied und Leiter verschiedener Veranstaltungen. Seine Verse wurden in Split und in Selca auf der Insel Brač in Steinplatten gemeißelt.


Über Fiamengo als typischen Mittelmeerbewohner drehte das Kroatische Fernsehen im Jahr 2004 den Dokumentarfilm Čovik od riči ("Der Mann und sein Wort"). Eine Reihe seiner Gedichte wurden auch vertont und von prominentesten Vertretern der kroatischen Musikszene und von Acapella-Gruppen (klapa), Chören und Kinderensembles aufgeführt. Diese zu Zwecken der Vertonung geschriebene Poesie ist in seiner Heimat ausgesprochen beliebt. Für seine Arbeit in diesem Bereich erhielt er eine Reihe von Preisen für einzelne Texte und Sondermusikpreise, unter anderem zwei Mal den "Porin", den bedeutendsten Musikpreis Kroatiens, und den Preis "Zlatna ptica" für seinen Verkaufserfolg. Besonders viel verbindet ihn mit dem dalmatinischen Klapa-Festival in Omiš und dem Internationalen Kinderfestival in Šibenik.

Fiamengo veröffentlichte bisher etwa 30 Gedichtbänder. Besonders hervorzuheben sind die Werke More koje jesi ("Das Meer, das du bist"), Oteto iz tmine ("Der Finsternis entraubt"), Zaziv protiv zloduha ("Anrufung gegen den bösen Geist"), Kutija Gaje Utija ("Gaius Utius' Schachtel"), U situ jeziku, Dolazak u kruh ("Ankommen im Brot") i Ovjera beskraja ("Bestätigung der Unendlichkeit"). Darüber hinaus veröffentlichte er fünf Sonettbänder, drei Poesie-Grafikmappen und drei Kinderbücher. Ferner wurden in verschiedenen Redaktionen fünf Gedichtauswahlen (davon zwei auf Englisch) gedruckt.

Für seine Arbeit erhielt Fiamengo eine Reihe bekannter literarischer und gesellschaftlicher Auszeichnungen für seine langjährigen Verdienste im Bereich Kultur und Kunst. Er wurde mit dem Staatsorden Danica Hrvatska mit dem Portrait von Marko Marulić ausgezeichnet und erhielt eine Reihe von Preisen, von denen folgende besonders hervorzuheben sJaksaFiamengo_portretind: der Staatspreis "Vladimir Nazor" für Literatur, der Preis der Gespanschaft Split-Dalmatien, der Preis der Stadt Split und der Stadt Komiža, der Preis "Maslinov Vijenac" der Veranstaltung Croatia Rediviva in Selca auf Brač, die Hanibal-Lucić-Plakette als bester Sonettist der internationalen Sonett-Tage auf Hvar, die Plakette "Dobrojutro More" in Podstrana bei Split für seinen außerordentlichen Beitrag zur kroatischen Literatur, die Šansonjer-Sonderstatue des dalmatinischen Chansonfestivals in Šibenik, die Mila-Gojsalić-Statue für sein Engagement zur Erhaltung des Erbes und der Identität in Konstanje auf dem Boden der einstigen Republik Poljica, die Sonderplakette als höchste Auszeichnung des dalmatinischen Klapa-Festivals in Omiš und die Vladimir-Nazor-Plakette bei den Nazor-Tagen in Postire auf Brač. Für sein Engagement wurde Fiamengo letztes Jahr außerdem zum Ehrenbürger von Podstrana bei Split ernannt.

 Öl auf Leinwand, von Stipan Stipančević

 

 
G

 

miro gavran

Miro Gavran (geb. 1961 in Gornja Trnava) - Dramatiker, Romancier, Erzähler und Autor von Kinder- und Jugendbüchern, gilt als einer der profiliertesten kroatischen Schriftsteller seiner Generation.

Er ist der meistgespielte zeitgenössische kroatische Dramatiker der letzten fünfzehn Jahre - sowohl in seiner Heimat als auch weltweit. Seine Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

In den vergangenen Jahren wurden mehr als 160 seiner Theaterpremieren auf nationalen und internationalen Bühnen aufgeführt - von Zagreb, Rotterdam, Maribor, Washington, Paris, Krakau und Sofia über Bombay, Buenos Aires, Ljubljana, Pécs, Bratislava, Waterford, Athen, bis nach Sarajevo, Novi Sad, Podgorica, Mostar, Wien, Budapest, Bautzen, Moskau, Rio de Janeiro... Die Besucherzahlen von Gavrans Theatervorstellungen belaufen sich auf mehr als zwei Millionen.

Gavran ist der einzige europäische Schriftsteller, dem zu Lebzeiten ein Theaterfestival gewidmet wurde. Seit 2003 findet jährlich das internationale Gavranfest in der slowakischen Stadt Trnava statt, bei welchem ausschließlich Vorstellungen aufgeführt werden, die nach seinen Texten entstanden sind.

Die bekanntesten seiner Dramen sind: 

  • Kreontova Antigona   (Kreons Antigone)
  • Noć bogova   (Die Nacht der Götter, Ü.)
  • Ljubavi Georgea Washingtona   (Das Geheimnis des George Washington, Ü.)
  • Čehov je Tolstoju rekao zbogom   (Tschechow sagt Tolstoi Adieu, Ü.)
  • Najduži dan Marije Terezije   (Der längste Tag der Maria Theresia)
  • Kraljevi i konjušari   (Könige und Pferdeknechte)
  • Shakespeare i Elizabeta   (Shakespeare und Elisabeth)
  • Pacijent doktora Freuda   (Der Patient des Doktor Freud, Ü.)
  • Muž moje žene   (Der Mann meiner Frau)
  • Kad umire glumac   (Der Tod eines Schauspielers)
  • Zaboravi Hollywood   (Vergiss Hollywood)
  • Sve o ženama   (Alles über Frauen)
  • Sve o muškarcima   (Alles über Männer)
  • Vozači za sva vremena   (Chauffeure für alle Zeiten)
  • Hotel Babilon   (Hotel Babylon)
  • Kako ubiti predsjednika   (Wie man den Präsidenten tötet, Ü.)
  • Zabranjeno smijanje   (Lachen verboten)
  • Nora danas   (Nora heute, Ü.)

* Ü. = Originaltitel der deutschen Übersetzung

Miro Gavran erhielt an die zwanzig nationale und internationale Literatur- und Theaterpreise, darunter auch den Central European Time International Literary Award (Best Central European Writer of the Year 1999), welcher den besten mitteleuropäischen Schriftstellern für ihr Lebenswerk verliehen wird. Im Jahr 2003 erhielt er den European Circle Award des European Movement in Zagreb für seinen außergewöhnlichen Beitrag zur Förderung kultureller, europäischer Werte in literarischen Texten.

Des Weiteren wurde er dreimal mit dem Marin-Držić-Theaterpreis ausgezeichnet, welcher ihm vom Kroatischen Ministerium für Kultur für seine Stücke Der Tod eines Schauspielers, Lachen verboten und Nora heute verliehen wurde.

Nach seinem Dramaturgiestudium an der Akademie für Theater, Film und Fernsehen in Zagreb arbeitete er als Dramaturg und künstlerischer Direktor am renommierten Teatar&TD, in dem er 1990 das „Moderne kroatische Drama" ins Leben rief. Gavran ist auch der Ideenträger und Chefredakteur der Literaturzeitschrift Plima (1993-1996). Er war der Initiator und ständiger Autor des Epilog Teatar (1995-2001) und gründete danach zusammen mit seiner Frau, der Schauspielerin Mladena Gavran, das Teatar GAVRAN (2002), welches jedes Jahr eine seiner Premieren sowie rund neunzig Reprisen aufführt.

Gavran veröffentlichte bislang die sieben Romane

  • Zaboravljeni sin   (Der Engel aus Omorina, Ü.)
  • Kako smo lomili noge (Wie wir uns die Beine brachen)
  • Klara   (Klara)
  • Margita   (Margit oder Die Reise in ein früheres Leben)
  • Judita   (Judith, Ü.)
  • Krstitelj   (Johannes der Täufer, Ü.)
  • Poncije Pilat   (Pontius Pilatus, Ü.)

und verfasste auch das Filmdrehbuch

  • Djed i baka se rastaju   (Großvater und Großmutter lassen sich scheiden).

Die folgenden Kinder- und Jugendbücher entstammen seiner Feder: 

  • Svašta u mojoj glavi   (Alles Mögliche in meinem Kopf)
  • Kako je tata osvojio mamu   (Wie Papa Mama eroberte)
  • Zaljubljen do ušiju (Verliebt bis über beide Ohren)
  • Oproštajno pismo   (Abschiedsbrief)
  • Sretni dani   (Glückliche Tage)
  • Igrokazi s glavom i repom  (Theaterstücke für Kinder und Jugendliche)
  • Pokušaj zaboraviti   (Versuch´ zu vergessen)
  • Profesorica iz snova   (Die Lehrerin meiner Träume)

Seine Theater- und Prosatexte findet man in zahlreichen Anthologien und Chrestomathien, sowohl in Kroatien als auch im Ausland. Gavrans Werke sind regelmäßig Forschungsobjekt an Universitäten auf der ganzen Welt. Seit 1990 hielt Gavran mehr als 30 Lehrgänge zu dramatischem Schreiben.

Im Februar 2005 veröffentlichte Gordana Muzaferija, Universitätsprofessorin in Sarajevo, die Monographie Kazališne igre Mire Gavrana (Die Theaterspiele Miro Gavrans), in welcher 34 Theatertexte von Gavran auf 300 Seiten analysiert werden. Der deutsche Verlag Anton Hiersemann Stuttgart, welcher seit bereits 50 Jahren alle drei Jahre eine Auswahl der weltbesten Dramatiker veröffentlicht, nahm im Frühling 2007 sogar drei von Gavrans Texten in die neueste Auswahl auf. Hierbei handelt es sich um die Dramen Kreons Antigone, Das Geheimnis des George Washington, und Die Nacht der Götter. Unter den erlesenen Autoren waren auch David Edgar, Jon Fosse, Michael Frayn, Peter Handke, Elfriede Jelinek, Neil LaBute, Slawomir Mrožek, Yasmina Reza, Tom Stoppard und George Tabori.

Miro Gavran lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Zagreb, wo er hauptberuflich als Autor tätig ist.

Links:



nadagasicNada Gašić (1950, Maribor) lebt seit 1952 in Zagreb, wo sie nach dem Gymnasium an der Philosophischen Fakultät Soziologie und Jugoslawistik (heute Kroatistik) studierte. Nach ihrem Diplomabschluss in Zagreb studierte sie als außerordentliche Studentin an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität Prag Tschechische Sprache und Kultur. Später promovierte sie an dieser Universität zum Thema Tschechisch-kroatische literarische Beziehungen in der Moderne. Sie arbeitete als Lektorin für Kroatisch am Slawistischen Lehrstuhl der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität Prag, und als Lektorin und Dozentin für kroatische Sprache und Literatur am Slawischen Lehrstuhl der Philologischen Fakultät der staatlichen Universität in Sankt Petersburg. Einige Jahre lang arbeitete sie als fachliche Mitarbeiterin an Forschungsprojekten des Kulturamts Kroatiens. Sie war langjährige Mitarbeiterin bei großen lexikographischen Projekten, dem Wörterbuch der kroatischen Sprache, Rječnik hrvatskoga jezika, und der Rechtschreibung, sowie Redakteurin des Fremdwörterbuchs Rječnik stranih riječi. Sie übersetzte auch Hašeks Abenteuer des braven Soldaten Schwejk. Darüber hinaus war sie Herausgeberin von etwa fünfzig Büchern, eine Tätigkeit, der sie auch heute nachgeht. Sie hofft, dass Mirna ulica, drvored ("Ruhige Straße, Baumreihe") ihr erster, doch nicht ihr letzter Roman wird. Zur Zeit schreibt sie.




Drago Glamuzina 1967 in Vrgorac (Kroatien). Journalist und Cheflektor des Profil Verlags in Zagreb. Glamuzina gehört einer Reihe bedeutender Autoren an, die in den 90er begannen, von sich hören zu machen, und deren Hauptmerkmal in der „Kolloquialisierung  des lyrischen Idioms bestand, im narzisstischen Abgeschiedensein des Subjekts wie auch am intertextuellen und intermedialen Gestus" (Krešimir Bagić) besteht. Glamuzina hat das Comic-Buch Andrija Maurovic: Kandaul. Die erotische Hinterlassenschaft herausgegeben. Seine Gedichte aus Die Metzger  (Naklada MD, Zagreb 2000) wurden als sehr urbane lyrische Prosa, sehr ungewöhnlich direkt gefeiert und ins Slowenische übersetzt. Der Gedichtband Die Metzger erscheint aktuell zur Messe in deutscher Ausgabe beim Wieser Verlag.
 
Photo: Tomislav Čuveljak 



tatjana gromacaGeboren in Sisak, Kroatien, 1971. Ihr Studium der Philosophie und der Komparatistik schloss sie 1995 in Zagreb ab. Im Jahr 2000 veröffentlichte sie ihr erstes Poesiebuch Nešto nije u redu? (Etwas nicht in Ordnung? Meandar, Zagreb). Das Buch wurde ins Slowenische übersetzt und eine Auswahl der Gedichte ins Deutsche, (Edition Thänhauser), 2001 bekam sie ein Stipendium der Akademie der Künste, Berlin. Gedichte aus diesem Buch wurden in beinahe alle europäischen Sprachen übersetzt, und sie wurden in einige Anthologien aufgenommen. 2004 veröffentlichte sie den kurzen Roman Crnac (Der Schwarze, Durieux, Zagreb) Der Roman wurde ins Polnische und ins Slowenische übersetzt und mit Preisen (Stipendien) des Österreichischen Kulturzentrums und der Unabhängigen Verleger Kroatiens ausgezeichnet. Ein Hörbuch nach diesem Roman wurde beim MKC in Split 2006 veröffentlicht. Die dokumentarische Prosa Bijele vrane – priče iz Istre (Die weißen Krähen – Geschichten aus Istrien, Profil, Zagreb) erschien 2005. Das Buch wurde ins Slowenische übersetzt. Sie war eine der Autorinnen und Autoren in der Anthologie «Last & Lost», (2006 Surhkamp Verlag, Frankfurt) aufgenommen. Die Anthologie wurde ins Polnische und ins Französische übersetzt. Ihre Prosa und ihre Essays wurden in kroatischen und europäischen Literaturzeitschriften veröffentlicht. Sie nahm an zahlreichen Literaturfestivals in Kroatien und im Ausland teil.
Seit 2000 arbeitet sie als Journalistin bei der politisch-satirischen Wochenzeitung “Feral Tribune” (Split, Kroatien). Sie lebt in Pula.



Igor Grbić, geboren am 19. Mai 1970 in Pula. Nach seinem Studium der Englischen Sprache und der Indologie war er im Studienjahr 1997/1998 igor grbicerster Gastlektor für Kroatische Sprache und Literatur an der Universität in Neu Delhi. Er schreibt Poesie, Erzählprosa, Essays, Kritiken sowie wissenschaftliche und Fachartikel und übersetzt aus dem Englischen, Italienischen, Deutschen, Französischen und dem Hindi. Seine Werke wurden in verschiedenen in- und ausländischen Zeitschriften und Zeitungen sowie im Dritten Programm des Kroatischen Radios (HR3) veröffentlicht. Aufgrund seiner schriftstellerischen Tätigkeit auf Englisch und Italienisch, wurde in die internationale Anthologie Englisch schreibender junger Dichter Whispering Muse aufgenommen und erhielt Auszeichnungen für seine Poesie und Kurzprosa auf Italienisch. Darüber hinaus gewann er den internationalen Preis Lapis Histriae 2006 für die beste Prosa auf einer schtokawischen Sprache.

Er veröffentlichte das literaturwissenschaftliche Werk Istria glagoljušta (Ceres, 2005, Kiklop-Preis für das beste Erstlingswerk und ein Literaturstipendium in Graz), die Bücher Tajna Monkodonje ("Das Geheimnis von Monkodonja", Plima, Ulcinj, 2007) und U doba vremena ("Im Zeitalter der Zeit", Durieux, 2007) sowie den Gedichtband Kao da sam ("Als ob ich bin", Istrische Zweigstelle des Verbands kroatischer Schriftsteller DHK, 2007). Auch im Sammelwerk Rječnik Trećeg programa ("Wörterbuch des Dritten Programms") ist er als Autor vertreten. Er wurde ins Slowenische, Italienische, Englische und Deutsche übersetzt und übersetzte selbst mehr als 20 Bücher (Rushdie, Vivekananda, Thoreau u.a.), für die er teilweise auch Nach-/Vorworte und kurze Kommentare schrieb. Ausgezeichnet wurde er auch für seine übersetzerische Tätigkeit. Für die Werke Leksikon svjetskih pisaca ("Weltschriftsteller-Lexikon") und Leksikon stranih djela ("Lexikon ausländischer Werke") des Verlags Školska knjiga schrieb er die Erklärungen für rund zehn Begriffe aus dem Bereich der indischen Literatur.

Doktorand der Literaturtheorie und -geschichte an der Philosophischen Fakultät in Zagreb.
Er lebt und arbeitet in Pula, wo er an der Philosophischen Fakultät Sanskrit und an der Pädagogischen Hochschule Englische Literatur unterrichtet.


 
J

Rujana Jeger1968 in Zagreb. Unter Tito geboren, wächst sie nach dessen Tod mit Iggy Pop und Lou Reed auf, um mit 21 Miloševićs Zug aufs Amselfeld und die nachfolgenden Jahre des Krieges, der Zerstörung und der Auswanderungswellen zu erleben. Ihr erster Roman Darkroom erschien im Original 2001 (dt. C.H. Beck 2004) und erzählt vom Abschied von der Kindheit und von Jugoslawien. „Wenn einem nach dem Einkauf im benachbarten Österreich plötzlich eine Panzerkolonne auf der Autobahn entgegenrollt, wenn sich der Großvater sorgt, dass der Friedhof bei seinem Begräbnis immer noch nicht von Minen befreit sein wird, dann verwandeln sich die Erinnerungen an den archaischen Zerfall Jugoslawiens in Comicbilder" (Dorothea Diekmann).  Heute lebt Rujana Jeger in Wien, schreibt u. a. für die kroatischen Ausgaben des Cosmopolitan und der Elle.
 
Photo: Tomislav Čuveljak 
 


 
K

koscec Marinko Koščec, geboren 1967 in Za­greb, ist Professor für französische Literatur an der Zagreber Uni­versität und arbeitet als Publizist und Überset­zer.

1999 erschien sein erster Roman Eine Insel unter dem Meer und machte den jungen Autor schlagartig bekannt. Mit einer Mischung aus geistreichem Humor, Intellektualität und Sensibilität spiegelte Koščec die Befindlichkeit seiner Landsleute und ihre Situation im heutigen Europa. Dieser charakteristische Stil prägte auch seinen Roman Jemand anders, erschienen 2001 und ausgezeichnet mit dem Meša-Selimović-Literaturpreis.


Zugänglicher, weniger hermetisch und doch immer noch anspruchsvoll strukturiert, erschien 2003 Koščecs Roman Wonderland (2003) und wurde zu einem überragenden Erfolg. Die erotischen Phantasien und Realitätsflucht eines Zagreber Professors, mit denen er seine Leserschaft brillant unterhielt und dabei sarkastisch die gesellschaftliche Realität aufs Korn nahm, brachten dem jungen Autor den Ruf eines kroatischen Houellebecq ein.
Doch sein aktuellster Roman To malo pijeska na dlanu (Eine Hand voll Sand), 2005 veröffentlicht, stellt unter Beweis, dass Koščec nicht nur ein zynisch-scharfsinniger Analytiker des Zeitgeschehens ist, sondern mittlerweile zu einem erstrangigen europäischen Autor von beeindruckender sprachlicher Sensibilität und Kreativität gereift ist.

Marinko Koščec wird vertreten durch die Literaturagentur Dagmar Schruf.   

 
Ungarischer Schriftsteller aus Kroatien. Ferenc Kontra wurde 1958 in Darázs, einem kleinen Dorf in der Nähe von Eszék (Osijek) im Nordosten Kroatiens geboren. Hier spielt auch sein erster Roman Drávaszögi keresztek ("Drauwinkler Kreuze", 1988), in dem er die Familiengeschichte seiner Mutter erzählt. Die Grund- und Mittelschule besuchte Kontra in seiner Heimat Kroatien, danach setzte er seine Ausbildung in Ungarn fort. Er besuchte das renommierte Lajos-Nagy-Gymnasium in Pecs. Später hat er die Geschichte der über die Grenze pendelnden Internatsschüler in seinem Roman Gimnazisták ("Gymnasiasten", 2002) verewigt, der vor dem Hintergrund des Kádár- und Tito-Regimes der siebziger Jahre spielt. Der Roman wurde in Ungarn zu einem großen Erfolg und gehört heute zur Pflichtlektüre an den Mittelschulen.
 
Ferenz Kontra Kontra studierte an der Universität Szeged Englische und Ungarische Philologie, kehrte anschließend nach Kroatien zurück und arbeitete ab 1983 in der Kulturredaktion der Osijeker Wochenzeitung Magyar Képes Ujság (Ungarische Illustrierte). 1987 zog er nach Novi Sad (Serbien) und war bis 1991 bei der anerkannten Zeitschrift Új Symposion (Neues Symposion) tätig. Dann wechselte er zur Feuilletonredaktion der dortigen Tageszeitung Magyar Szó (Ungarisches Wort). Heute ist er stellvertretender Chefredakteur dieser Zeitung und Herausgeber der wöchentlichen Literaturbeilage.
 
Sein erster Gedichtband Jelenések ("Offenbarungen") erschien 1984 in Osijek. Eine breitere Anerkennung fand er mit seinem zweiten Lyrikband Fehér tükrök ("Weiße Spiegel", 1986), der mit dem Sinkó-Preis ausgezeichnet wurde. In den folgenden zwanzig Jahren schrieb er dann vor allem Prosa und veröffentlichte sieben Novellenbände und sechs Romane in ungarischer Sprache. Seine Erzählungen wurden ins Deutsche (Wolkenbruch, Vaters Erdkunde), Englische (River of No Return), Polnische (Geografia mego ojca, Zabójstwo z powodu jogurtu, Oberwanie chmury), Rumänische (Cine a injunghiat cainele in Messkirch?), Französische (La passé est terminé – Il n’y a pas d’historie) und Serbische (Svetlosna kazuistika, Nigde na svetu) übersetzt.
 
In der Woiwodina zeichnete man seine Novellensammlung Nagy a sátán birodalma ("Groß ist das Reich des Satans", 1991) mit dem Szirmai-, den Prosaband Gyilkosság a joghurt miatt („Mord wegen des Joghurts“, 1998) mit dem Híd-Preis aus. Beide Bände führen den Leser zu den öffentlichen und privaten Kriegsschauplätzen des jugoslawischen Zusammenbruchs und rücken dabei besonders das wenig beachtete Schicksal der zwischen die Fronten geratenen ungarischen Minderheit in den Blick.
 
Ein Stipendium des Budapester Urheberrechtsverbandes Artisjus erhielt Kontra 1995 für den Prosaband Úgy törnek el ("So zerbrechen sie"). Die darin enthaltene Erzählung Apa helyén ("Auf Vaters Platz") diente als Vorlage für ein gleichnamiges Fernsehspiel. 2001 gewann Kontra in der Woiwodina den 1. Wettbewerb Ungarischer Dramatiker. Als Stipendiat des Herrenhauses Edenkoben (Rheinland-Pfalz) schrieb er an dem Essayroman A kastély kutyái ("Die Hunde vom Schloss", 2003). Auch sein bislang letzter Roman Wien, a sínen túl ("Wien jenseits der Gleise", 2006), der ein Gastarbeiterschicksal schildert, ist wie alle Werke Kontras autobiographisch geprägt. In Ungarn trug ihm das Buch den Leserpreis der Zeitschrift Elle ein.
 
"Ferenc Kontra gehört zu den wenigen Autoren, die ein angeborenes Talent zum Schreiben besitzen; er weiß, wie man schreibt, er hat ein Gefühl für Proportionen, einen unverwechselbaren Stil und es gibt kaum eine Seite, die man nicht zu Ende lesen müsste: seine Sätze greifen mit geschmeidiger, vertrauenerweckender Direktheit ineinander und sind dennoch luftig genug, um jener dunklen Ironie Raum zu geben, die unerlässlich ist, wenn man mit einer gewissen zeitlichen Distanz auf die Dinge zurückblickt." (J. József Fekete)
 
"Ich schaue mir den Aufbau des Romans "Gymnasiasten" an und habe den Eindruck, dass er sehr bewusst und massiv konstruiert ist; aber das stört mich beim Lesen nicht. Erst nach dem Lesen fiel mir dann auf, dass ich eine Konstruktion mitgelesen hatte, ein System von Orientierungspunkten. Das blaue Dach der Pécser Moschee ist beispielsweise ein solcher Punkt für denjenigen, der sie vier Jahre lang von seinem Internatsfenster aus gesehen hat. Irgendwie gehörte sie in den Alltag der Internatsschüler. Diese blaue Kuppel taucht systematisch in dem Text auf, doch erst im Nachhinein bin ich darauf gekommen, dass sie die ganze Zeit da war und dass sie blau war. Und in mir bleibt das paradoxe Gefühl, dass dieser Roman schöner ist, als er ist. Dazu von bedingungsloser Ehrlichkeit: Ich glaube Kontra jedes Wort.“ (István Kemény)


Bibliographie:
1984 Jelenések (Offenbarungen, Gedichte)
1986 Fehér tükrök (Weiße Spiegel, Gedichte)
1988 Drávaszögi keresztek (Drauwinkler Kreuze, Roman)
1991 Nagy a sátán birodalma (Groß ist das Reich des Satans, Erzählungen)
1993 Ősök jussán (Wie geerbt, Erzählungen)
1993 Holtak országa (Land der Toten, Erzählungen)
1993 Kalendárium (Kalendarium, Geschichten aus der Kindheit)
1995 Úgy törnek el (So zerbrechen sie, Kurzprosa)
1996 A halász fiai (Die Söhne des Fischers, Jugendroman)
1998 Gyilkosság a joghurt miatt (Mord wegen des Joghurts, Prosa)
2002 Gimnazisták (Gymnasiasten, Roman)
2002 A kastély kutyái, egy utazás fejezetei (Die Hunde vom Schloss. Kapitel einer Reise) 2003 Farkasok órája (Die Stunde der Wölfe, Roman)
2006 Wien a sínen túl (Wien jenseits der Gleise, Roman)
2007 Szélördög és más mesék (Windteufel und andere Geschichten)

Aus dem Ungarischen von Kristin Schwamm

foto: Aleksandar Jovanović 

 
In Zagreb geboren, studierte Soziologie und Philosophie an der Zagreber Universität und in den Vereinigten Staaten.Kvesic Er arbeitete als Journalist und Redakteur für zahlreiche Zeitungen, Magazine und Verlage. Als Autor schaffte Kvesić 1975 den Durchbruch mit seinem Buch Einführung in Pero K., einer Sammlung unkonventioneller Erzählungen aus dem Jugendmilieu, die mit viel Witz und Originalität die etablierte ernste Literatur parodierten. Das Buch gilt nach wie vor als Kultbuch der neueren kroatischen Literatur.
 
 
 
 
 

 

Pero Kvesić wird vertreten durch die Literaturagentur Dagmar Schruf.      

 


 
L

Geboren 1968 in Zagreb, zweisprachig aufgewachsen, studierte Germanistik und Komparatistik, promovierte im Bereich der neuesten österreichischen Literatur,Svjetlan Lacko Vidulic arbeitet als Dozent für deutsche Literatur an der Universität Zagreb.

Mit dem Literaturpreis des lokalen Feuerwehrverbandes, zuerkannt für den Aufsatz Dank euch, ihr Feuerwehrleute!, begann 1980 seine literarische Laufbahn. Es folgten Erzählungen, u.a. vertreten in: Die besten kroatischen Erzählungen 2005 (Hg. Jagna Pogačnik) und Die besten kroatischen Erzählungen 2006 (Hg. Miljenko Jergović).

Der Erzählungsband Muke Mikuline (Die Qualen des Mikula, AGM, Zagreb 2005) bekam den Debütpreis des Kroatischen Schriftstellerverbandes. Die Erzählung Elf Einstiche aus dieser Sammlung diente als Vorlage für das Stück Nebenan (Vrata do), das 2005 von Rene Medvešek auf der Bühne des Zagrebačko kazalište mladih inszeniert wurde, auf sechs Theaterfestivals und –wettbewerben prämiert wurde und in der Saison 2007/08 noch immer auf dem Spielplan ist.

Übersetzung ins Deutsche: Vlado Confusy: Meine Enzyklopädie [Auszug]. Übersetzt von Ulrich Dronske und S. L. Vidulić. „Relations. Literarisches Magazin. Zeitschrift des Kroatischen Autorenverbandes“ 1-4/2005, S. 73-81.

Erreichbar unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

vrata do

Vrata do (Nebenan)


Zoran LazicZoran Lazić wurde 1976 in Slavonski Brod geboren und studierte Journalistik an der Fakultät für Politikwissenschaften in Zagreb. Er veröffentlichte die Erzählsammlungen Miss Krampus und Kalender sowie den Roman Ljeto u gradu ("Sommer in der Stadt").

Mit Tonći Kožul als Koautor veröffentlichte er den satirischen Roman Gori domovina ("Die Heimat brennt"), den ersten Roman der Welt, der die Namen seiner Figuren zum Kauf anbot und sich somit zum weltweit am häufigsten erwähnten kroatischen literarischen Werk entwickelte.

Er ist Film- und Musikkritiker, einer der Initiatoren und Redakteure des Kultmagazins der Popkultur Nomad sowie Drehbuchautor der beliebten humoristischen Fernsehserie Bitange i princeze und mehrerer kurzer Spielfilme.

 

Bibliografie:

  • Miss Krampus, Erzählsammlung, AGM, Zagreb, 2003.
  • Strip Krampus, Comicbuch, verschiedene Autoren, AGM, Zagreb, 2003.
  • Ljeto u gradu, Roman, AGM, Zagreb, 2004.
  • Kalendar: Priče iz Vanbalone ("Kalender: Erzählungen aus Vanbalona"), Erzählsammlung, AGM, Zagreb, 2004.
  • Gori domovina: Steve i Samoula u Hrvatskoj ("Die Heimat brennt: Steve und Samoula in Kroatien"), Roman, AGM, Zagreb, 2005.

Sanja Lovrencic Schriftstellerin, Übersetzerin und Radiojournalistin. Ihre Hörspiele wurden zu internationalen Festivals eingeladen, ihre Lyrik ins Deutsche, Englische, Polnische, Ungarische, Slowenische und Russische übersetzt. Die Mitbegründerin der Künstlervereinigung Autorenhaus, für die sie als Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin arbeitet, organisiert darüber hinaus Literaturveranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Sie bekam zahlreiche Literaturpreise für ihre Kinderbücher. Die Theaterfassung des Bilderbuchs Märchen von  Sigismunda and Krpimir gewann den ASSITEJ Preis. Zahlreiche Romane und Erzählbände. Die Suche nach Ivana wurde 2007 mit dem kroatischen Literaturpreis K. Š. Gjalski ausgezeichnet.

 

Copyright: Jovan Kliska 


 
M
zvonko makovic Geboren 1947. Er studierte Kunstgeschichte und Komparatistik an der Philosophischen Fakultät der Universität Zagreb, wo er heute Professor für moderne Kunst und visuelle Kommunikationen ist. Er schreibt Lyrik, Kolumnen, Kunstkritik, Essays und wissenschaftliche Arbeiten aus dem Gebiet der modernen Kunst. Sein erster Lyrikband erschien 1968 und wurde vom Fond A.B. Šimić ausgezeichnet. Seine wichtigste Gedichtbände sind: Komete, komete… (Kometen,Kometen... 1978), Činjenice (Tatsachen  1983), Strah (Die Angst 1985), Ime (Der Name 1987), Točka bijega (Der Fluchtpunkt 1990), Prah (Der Staub 1992), Veliki predjeli, kratke sjene (Große Landschaften, kurze Schatten – Eine Gedichtauswahl 2000, französische Ausgabe Larges espaces, courtes ombres 2003), Međuvrijeme (Zwischenzeit 2005). 2001 wurde ihm der bedeutendste kroatische (“Goranov vijenac”) Preis für sein dichterisches Gesamtwerk verliehen. Er veröffentlichte mehrere Essaysammlungen:  Oko u akciji (Das Auge in Aktion 1972 – das Buch wurde mit dem Preis des Fonds A.B. Šimić für Essay und Kritik ausgezeichnet), Nenapisano (Das Ungeschriebene 1989),  Riječi s izložbe (Worte von der Ausstellung 2003),  Dimenzije slike (Dimensionen des Bildes 2005), Lica: alternativna povijest moderne umjetnosti (Gesichter: Alternative Geschichte der modernen Kunst 2007). Gesammelte Kolumnen Izvješća o stanju (Lagebericht 1994) und Pisma Bertoltu Brechtu (Briefe an Bertolt Brecht 2002). Im Jahr 2000 wurde er mit dem Preis der Kroatischen Sektion der AICA für Kunstkritik ausgezeichnet. Er hat über zehn Monographien zu kroatischen Künstlern veröffentlicht, die wichtigsten sind Miroslav Šutej 1981, Ljubo Ivančić 1996, Vilko Gecan, 1997, Murtić: Istra 2000, Julije Knifer, 2002, Nikola Reiser 2005. Er war Kurator zahlreicher Ausstellungen der zeitgenössischen Kunst und im Jahr 2001 Kurator für Kroatien bei der 49. Biennale in Venedig. Er ist zuständig für die Auswahl der kroatischen Lyrik bei der lyrikline.org in Berlin und Vorsitzender des Kroatischen P.E.N. Zentrums.

Branko Males Geboren 1949 in Zagreb. Er studierte an der Technologischen und an der Philosophischen Fakultät in Zagreb und begann bereits wärend des Studiums, Gedichte zu veröffentlichen. Bereits mit seinem ersten Buch Tekst (1978) gewann er den Preis „Brankova nagrada", der für das Erstlingswerk verliehen wird. Er ist einer der Gründer eines neuen, postmodernistischen Verständnisses der Poesie, das auf Grundlage der post- strukturalistischen Theorien der Sprache und der Literatur und der Theorie der Dekonstruktion entstanden ist. Er ist ein ausgewiesener Kenner der Massenmedien und der Popkultur, vor allem im Bereich Film und Rock-Musik. In den Neunzigern war er einer der Redakteure der Rock-Zeitschrift Heroina. Wichtige Gedichtbände: Tekst (Text, Zagreb 1978 und 1989),  Praksa laži (Die Praxis zu lügen, Rijeka 1986), Placebo (Zagreb 1992), „biba posavec" (Zagreb  1996); trickster (Zagreb 1997), Sjajno ništa (Das glänzende Nichts - Ausgewählte Gedichte, Zagreb 2002). Essays und Kolumnen: Crveni zec (Der rote Hase, Zagreb 1989), Treniranje države (Einübung des Staates, Zagreb 1994), Male ljubavi (Kleine Lieben, Zagreb 2000), Razlog za razliku - eseji o hrvatskom pjesništvu (Ein Grund für den Unterschied - Essays über die kroatische Dichtung, Zagreb 2002). Für sein Gesamtopus wurde er mit dem Preis „Gorans Kranz" (Goranov vijenac), der höchsten Auszeichnung für Poesie in Kroatien, gewürdigt.

laura marchigLaura Marchig besuchte die Philosophische Fakultät in Florenz. 1987 schloss sie ihr Studium mit einer Diplomarbeit über den Schriftsteller Enrico Morovich ab. Sie arbeitete als Journalistin und Kulturredakteurin bei La Voce del Popolo und veröffentlichte zahlreiche journalistische Beiträge, Reportagen, Interviews, Rezensionen zu Ausstellungen und Theaterkritiken. Derzeit ist sie Chefredakteurin der Kulturzeitschrift La battana und Leiterin des Italienischen Programms des Volkstheaters "Ivana pl. Zajca" in Rijeka. Sie schreibt Poesie, Erzählungen, Essays und gewann mehrere Literaturpreise, unter anderem auch den Poesiepreis "Istria Nobilissima" und ist auch übersetzerisch tätig. Bisher veröffentlichte sie zwei Poesiebände: Dall'oro allo zolfo ("Von Gold bis Schwefel", Università Popolare di Trieste, 1998, und Lilith, Grad Siena, Italia, 1998. Ihre Poesie wurde in zahlreichen Anthologien veröffentlicht und ins Kroatische, Slowenische, Russinische, Schwedische und Spanische übersetzt. Mit 14 Jahren schloss sie sich der Amateurtheatergruppe (sezione Filodrammatica) S.A.C. Fratellanza der Italienischen Gemeinschaft in Rijeka an. Einige Monate darauf wird sie für das Italienische Programm tätig. In F. G. Lorcas La calzolaia fantastica betrat sie erstmals die Bühne. Bis zu ihrem 18. Lebensjahr war sie schauspielerisch tätig. darko jurkovicAls sie ein Stipendium von der Italienischen Union und der Volksuniversität aus Trieste erhielt, nahm sie ihr Studium an der Philosophischen Fakultät in Florenz auf, wo sie eine Zeit lang auch im Laboratorium der Schauspielschule Orazio Costa mitwirkte. In Zusammenarbeit mit der Choreografin Senka Baruška realisierte sie als Autorin und Regisseurin ein Projekt des Tanztheaters Poetar. Mit Rosalia Massarotto stellte sie 1995 die Gedichte für das erfolgreiche Rezital Voci d'Istria des Italienischen Programms zusammen. Seit 1998 präsentiert sie im Rezital Anch'io scrivo jazz qualche volta, in dem auch der Jazzgitarrist Darko Jurković mitwirkt, ihre eigene Poesie und Musik. Im September 1999 kreierte und realisierte sie auf Grundlage ihrer Poesie ein "site specific" Theaterprojekt unter dem Titel Passeggiata Istriana- Istrtijanski špaš. 1995 erhielt sie eine Sonderauszeichnung für die Theaterfassung von Andersens Märchen "Il guardiano di porci" (Der Schweinehirt). Sie schreibt Texte für die kroatischen Popgruppen Public, Teens und Hall. 1998 bis 2002 war sie Mitglied und Kulturbeauftragte des Exekutivausschusses der Italienischen Union. Darüber hinaus war sie Mitglied in Fachausschüssen der Stadt Rijeka. 


Tonko Maroevic Geboren in Split 1941. Er studierte an der Philosophischen Fakultät in Zagreb Kunstgeschichte und Komparatistik, wo er 1976 mit dem Thema Bildende Künste in der kroatischen Literatur seit der Moderne bis heute promovierte. Er  war Lektor für kroatische Sprache an den Universitäten in Mailand und Triest, und ist heute am Institut für Kunstgeschichte als wissenschaftlicher Berater und an der Philosophischen Fakultät in Zagreb als Professor für Kunstgeschichte tätig. Er war Herausgeber der Zeitschriften Teka, Život umjetnosti und Republika. Dichter, Essayist und Erforscher der kroatischen zeitgenössischen Kunst, Literatur- und Kunstkritiker, Kunsthistoriker, der zahlreiche Monographien über kroatische Maler verfasst hat, Übersetzer aus dem Spanischen und Italienischen. Er veröffentlichte auch Gedicht- und Essaybände und gab zwei Anthologien heraus (der zeitgenössischen kroatischen und katalonischen Poesie). Er wurde für sein wissenschaftliches und dichterisches Werk mit vielen Preisen ausgezeichnet; er ist Mitglied der Kroatsichen Akademie der Wissenschaften und Künste. Auswahl aus der Bibliographie:
Primjeri (Gedichte: Beispiele, 1965), Polje mogućega (Das Feld des Möglichen, Kunstkritik, 1969), Slijepo oko (Das blinde Auge, 1969), Zrcalo adrijsko (Adriatisches Spiegel, 1987), Sonetna struka (Sonettenfach, 1992), Četveroručno (Gedichte: Vierhändig, 1992), Black & light (Gedichte, 1995), Zlatko Kauzlarić Atač, (Kunstmonographie, 1996), Vojo Radoičić (Kunstmonographie, 1998), Antun Zupa (Kunstmonographie, 2000), Zlatko Šimunović (Kunstmonographie, 2001), Eugen Buktenica (Kunstmonographie, 2001), Marino Tartaglia (Kunstmonographie, 2003), Borgesov čitatelj (Essays: Der Leser von Borges, 2005).




Biobibliographie in Vorbereitung.


Biobibliographie in Vorbereitung.


Miroslav Micanovic Geboren 1960 in Brčko. Er studierte an der Philosophischen Fakultät in Zagreb und lebt heute in Gunja. Er veröffentlicht Gedichte, Erzählungen und Essays. Seine Texte wurden in verschiedene Anthologien aufgenommen und ins Slowenische, Ukrainische, Litauische, Ungarische, Polnische, Französische, Spanische, Deutsche und Englische übersetzt. Er gab 2006 die Anthologie der zeitgenössischen kroatischen Poesie Utjeha kaosa heraus.

Werke:

Grad dobrih ljudi (Die Stadt guter Menschen, 1984); Četiri dimenzije sumnje, (gemeinsam mit  J. Matanović, V. Bogišić und K. Bagićem: Vier Dimensionen des Zweifels 1988); Zid i fotografije kraja (Die Wand und die Landschaftsfotografien 1989); More i prašina (gemeinsam mit der Graphikerin V. Zelenko Das Meer und der Staub, eine Mappe mit Lyrik und Graphiken, 1991); Zib (Wiege 1998), Nitko ne govori hrvatski / Personne ne parle croate (gemeinsam mit  B. Čegec und I. Prtenjača 2002 und 2003: Keiner spricht Kroatisch, zweisprachige kroatisch-französische Gedichtauswahl); Trajekt (Die Fähre 2004); Tri krokodila (Erzählungen, gemeinsam mit B. Čegec und S. Karuza: Drei Krokodile 2005); Zapadni kolodvor (Westbahnhof 2006). Er wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet (u.a. mit dem Preis „Fran Galović" für sein Prosawerk Trajekt (Die Fähre) und mit dem Preis der Zeitung Večernji list für Kurzgeschichten. Seine Texte wurden in mehrere Anthologien mit Poesie und Prosa in Kroatien und im Ausland aufgenommen.



Biobibliographie in Vorbereitung.


Nelida Milani ist in Pula geboren. An der Universität in Zagreb schloss sie ihr Studium der Italienischen Sprache und Literatur ab. Derzeit ist sie Dozentin an der Pädagogischen Fakultät in Pula – an der Abteilung Italienisch. Sie erhielt mehrere Preise für Prosawerke beim Wettbewerb "ISTRIA NOBILISSIMA". Bisher wurden zwei ihrer Bücher veröffentlicht: La comunità italiana in Istria e a Fiume fra diglossia e bilinguismo und Una valigia di cartone, für das sie 1992 den Mondello-Preis erhielt. Darüber hinaus schreibt sie Essays und Artikel über Sprache, Literaturkritik, Rezensionen und Erzählungen. Sie ist Chefredakteurin der Kulturzeitschrift "La Battana".



josip mlakic Josip Mlakić. 1964 in Bugojno, Bosnien und Herzegowina geboren. Von Beruf Diplomingenieur des Maschinenbaus. Er lebt in Gornji Vakuf - Uskoplje, Bosnien und Herzegowina. Er schreibt auch Drehbücher.
 

Bisherige Veröffentlichungen:

  • Puževa kućica ("Schneckenhaus"), Hrvatska uzdanica, Gornji Vakuf - Uskoplje, 1997 (Erzählsammlung).
  • Kad magle stanu (Wenn sich die Nebel lichten), Faust Vrančić, Zagreb, 2000 (Roman).

Faust-Vrančić-Preis für den besten unveröffentlichten Roman 2000.

  • Odraz u vodi ("Spiegelung im Wasser"), Školska naklada, Mostar, 2002 (Erzählsammlung).
  • Obiteljska slika ("Familienbild"), Mlinarec & Plavić, Zagreb, 2002 (Erzählsammlung).
  • Živi i mrtvi ("Die Lebenden und die Toten"), VBZ, Zagreb, 2002 (Roman).

Gjalski-Preis 2003

VBZ-Preis 2002

  • Čuvari Mostova ("Brückenwächter"), Herceg tisak, Široki Brijeg, 2004 (Roman).
  • Oči androida ("Androidenaugen""), Herceg tisak, Široki Brijeg, 2004 (Poesie).
  • Ponoćno sivo ("Mitternachtsgrau"), VBZ, Zagreb, 2004 (Erzählsammlung).
  • Psi i klaunovi ("Hunde und Clowns"), VBZ, Zagreb, 2004 (Roman).

Preisträger des Wettbewerbs der Stiftung für Verlagswesen der Föderation Bosnien und Herzegowina ("Fondacija za izdavaštvo FBiH") 2004.

  • Tragom zmijske košuljice ("Auf der Spur der Schlangenhaut"), VBZ, Zagreb, 2007 (Roman, in Druck).

Jahresstipendium des Kulturministeriums der Republik Kroatien

 

Übersetzungen ins Deutsche:

Wenn sich die Nebel lichten, Kitab-Verlag, Klagenfurt, 2006 (deutsche Übersetzung des Romans Kad magle stanu).


Robert Mlinarec Geboren in Zagreb 1966, wo er an der Philosophischen Fakultät Philosophie, Ethnologie und Informatik studierte. Seit 1994 veröffentlicht er regelmäßig Texte in- und ausländischen Zeitschriften. Einige seiner Erzählungen, Gedichte und Bücher wurden ins Slowenische, Ungarische, Deutsche, Slowakische, Polnische, Mazedonische, Englische, Französische, Bulgarische, Russische und Italienische übersetzt. Die Ausgabe Nr. 1/1999 der Literaturzeitschrift Quorum war Mlinarec Poetik und Autopoetik sowie kritischen Betrachtungen über sein Schreiben gewidmet. Er ist in mehreren Anthologien und Übersichten vertreten.

Auszeichnungen für Kurzgeschichten: Preis der Tageszeitung Večernji list, Ranko-Marinković-Preis, Preis der Tageszeitung Karlovački list, Mato-Lovrak-Preis für den besten Kinderroman 2006.

Bibliografie:
Georginine suze ("Georginas Tränen"), Naklada MD, Zagreb, 1997 - Kurzgeschichten
Film od pet sekunda ("Ein Fünf-Sekunden-Film"), Area grafika, Zagreb, 1997 - Poesie
Quattro stagioni (mit Z. Ferić, M. Kiš und B. Perić), Area grafika, Zagreb, 1998 - Kurzgeschichten
Tkači snova ("Traumweber"), Stajer-graf, Zagreb, 1999 - Erzählungen
Mali noćni pomagači ("Kleine nächtliche Helfer"), Egmont, Zagreb, 2000 - Bilderbuch
Sve o vjetrenjačama ("Alles über Windmühlen"), Naklada MD, Zagreb, 2002 - Erzählungen
Tkalci sanj, Franc-Franc, Murska Sobota, 2003 - Erzählungen (Übersetzung ins Slowenische)
Álomszövők, Messzelátó, Szeged, 2003 - Erzählungen (Übersetzung ins Ungarische)
Triangulacija ("Triangulation", mit J. Mlakić und D. Šimović), Hercegtisak, Split-Široki Brijeg, 2003 - Erzählungen
Hronika na nemirniot son, Blesok, Skopje, 2004 - Auswahl an Erzählungen (Übersetzung ins Mazedonische)
Vse o vetrnicah, Apokalipsa, Ljubljana, 2005 - Erzählungen (Übersetzung ins Slowenische)
Dobrodošli u školu ("Willkommen in der Schule"), Zagreb, 2005 - pädagogisches Bilderbuch (bisher drei Ausgaben)
Tragovi/Traces, (mit D. Šunk), Zagreb, 2006 - Kurzprosa (zweisprachig, Kroatisch-Englisch)
Moji grafiti ("Meine Graffiti", mit R. Bjelčić und V. Bakarić), Matica hrvatska, Vinkovci, 2006 - Jugendroman
Stari grafiti ("Alte Graffiti", mit R. Bjelčić und V. Bakarić), Matica hrvatska, Vinkovci, 2007 - Jugendroman
Klik-klik, Matica hrvatska, Vinkovci, 2007 - Jugendroman
Moji grafiti ("Meine Graffiti", mit R. Bjelčić und V. Bakarić), Genija, Ljubljana, 2008 - Jugendroman (Übersetzung ins Slowenische)
Tkači snova, Naklada Mlinarec&Plavić, Zagreb, 2008 - Bilderbuch
Vremenski stroj i druge priče ("Die Zeitmaschine und andere Geschichten"), Naklada Mlinarec&Plavić, Zagreb, 2008 - Geschichtenband (in Druck)

Simo Mraovic Geboren 1966 in Kutina. An der Philosphischen Fakultät in Zagreb studierte er Philosophie, Russistik und Kroatistik. Er arbeitete als Journalist für verschiedene kroatische Zeitschriften (Jutarnji list, Republika, Fokus, Globus, Playboy, Cosmopolitan, Gala, Novosti) und beim Fernsehen. Er schreibt Gedichte, Kritiken, Essays, Romane, Kolumnen, TV-Szenarien, Erzählungen und Filmdrehbücher. Er ist Mitglied des Schwedischen P.E.N. Zentrums, des Kroatischen Schriftstellerverbandes und der Jornalistengesellschaft. Seine Gedichte und andere Texte wurden in slowenischer, polnischer, ungarischer, italienischer, rumänischer, bulgarischer, französischer, deutscher und ukrainischer Sprache veröffentlicht.  Bücher: Sezona otrova („Saison der Gifte“, Zagreb 1986.), Rimljanima nedostaje milosti („Die Römer kennen keine Gnade“, Osijek 1990.), Na zemlji je sjena („Ein Schatten liegt auf der Erde“, Zagreb 1994.), Između usana („Zwischen den Lippen“, Zagreb 1997.), Laku noć Garbo („Gute Nacht, Garbo“, Zagreb 2001.), Gmund (Zagreb 2004.), NULA NULA (NULL NULL, Zagreb), Roman Konstantin Bogobojazni („Konstantin Fürchtegott“, Zagreb 2002, 2003, 2007), dieser Roman wurde ins Ukrainische und Bulgarische überstzt, genauso wie die Gedichtsammlung Gmund, Sammlung von Kolumnen Varaj me nježno („Betrüge mich sanft“, Zagreb 2006), Erzählsammlung Jučerašnje bajke („Die Märchen von Gestern“, Zagreb, 2007).


Er arbeitete als Verlagslektor für mehrere Verlagshäuser, heute ist er Redakteur der Zeitschrift Fantom slobode („Phantom der Freiheit“); er hat eine Internetkolumne, in der er Lesern auf Fragen zu Liebes- und Sexproblemen antwortet. In der Bibliothek Bogdan Ogrizović im Zagreber Stadtzentrum hat er eine talk show, und er ist häufiger Gesprächspartner in verschiedenen kroatischen Fernsehsendungen.
 
Photo: Tomislav Čuvelja 

 
N

Geboren 1952 in Labin, Kroatien. Studierte an der Theologischen Fakultät in Rjieka, der Philosophischen Fakultät in Zagreb und der Pädagogischen Akademie in Daniel NačinovićPula, wo er heute als freier Autor lebt. Dichter und Erzähler, Übersetzer und Journalist. Mitglied im Kroatischen Schrift- stellerverband, im Kroatischen Journalistenverband und in der Kroatischen Vereinigung der freien Künstler.
 
Er veröffentlichte zahlreiche Gedicht- und Prosabände, Kinderbücher, Librettos, Essays und Monographien. Als Zeichner von Karikaturen beteiligte er sich drei Mal an den Ausstellungen man and his World in Montreal. Er bekam viele Literaturpreise und andere Auszeichnungen.
 
Wie viele Menschen in Istrien ist Daniel Načinović bilingual (Kroatisch-Italienisch), seine Kenntnisse anderer Sprachen einschließlich des Lateinischen (er besuchte das angesehene klassische Gymnasium in Pazin/Istrien) verwendet er in seiner Poesie auf der Suche nach einer universellen, unübersetzbaren lyrischen Sprache.
 
Dieses Verfahren, das bereits James Joyce – der für kurze Zeit in Pula gelebt hat – anwandte, kommt vor allem in seiner Performance „Versibus unitis“ zum Ausdruck, bei der er sich auf der Gitarre begleitet (der Titel ist eine Anspielung auf das Schiff der österreichisch-ungarischen Marine „Viribus unitis“, das 1918 im Kriegshafen Pula versank.)

 

DE GALLO BELLICO
 

imperatoris et caesaris ad usum delphini

commentarius primus

 

histria est omnis

divisa in partes plures,

quarum unam

incolunt vlahi,

aliam beziaki

tertiam labignoni

quartam pricodrasani

quintam bumbari

sextam cici

etc.& etc.

hi omnes lingua seu idiomate

inter se differunt

ista pars est

i&r austro-ungarici*

und hier sind also unsere länderwappen:

oberösterreich, niederösterreich,

salzburg, steiermark, kärnten, tirol,

mähren, böhmen, ungarn, krain,

galizien, schlesien, bukowina,

kroatien, istrien, dalmatien

 

*)Wie zahlreich sind die Sprachen, die in den Gauen

unseres großen Vaterlandes ertönen! (F. M. Mayer)

Die ironischen, verspielten und originellen Novellen - etwa im Prosaband Obale, masline i trgovi („Küsten, Olivenbäume und Plätze“, Pula 1980/1999) -  und die Märchen des Autors verdienen besondere Aufmerksamkeit. In ihnen vereinigt er postmodernes literarisches Verfahren und die zeitgenössische Sensibilität mit der reichen und multikulturellen Tradition Istriens.


Geboren in Senj 1943. Er studierte Psychologie, Soziologie und Philosophie und promovierte zur Soziologie der Urbanität. Er arbeitete im Urbanistischen Büro der Stadt Rijeka, im Urbanistischen Institut und ist heute Professor an der Fakultät für Architektur in Zagreb. Dichter, Essayist, Soziologe, Redakteur und Herausgeber und Journalist. Er war Gründer der Zeitschrift „Tlo" und Mitbegründer der Zeitschriften „Kamov" und „Pitanje". Er ist Mitlgied des Kroatischen Schriftstellerverbandes und des Kroatischen P.E.N. Zentrums. Auswahl aus dem Werk: Predgovor (Gedichte: Vorwort, 1969), Odlazak s Patmosa (Gedichte: Abschied von Pathmos, 1971), Marina kruna (Gedichte: Maras Krone, 1971), Lučke pjesme za pjevanje i recitiranje (Hafengedichte zum Singen und Rezitieren, 1980), Peti stupanj prijenosa (Essays: Die fünfte Stufe der Übertragung, 1992), Sredozemlje, sedmi put (Gedichtauswahl: Mittelmeer, zum siebten Mal, 1999), Pabirci i po koja pjesma (Gedichte: Nachlese und das eine oder andere Gedicht, 2004).

 
josipnovakovic Josip Novaković (Daruvar, 1956) ist ein kroatisch-amerikanischer Schriftsteller, er emigrierte mit zwanzig Jahren aus Jugoslawien in die USA und ging somit denselben Weg wie sein Großvater, der seinerzeit aus Österreich-Ungarn in die USA emigrierte und später ins Königreich Jugoslawien zurückkehrte. Er studierte Psychologie, Religion, Philosophie und Literatur am Vassar College, der Yale University und der University of Texas. Er ist ordentlicher Professor für Kreatives Schreiben an der Penn State University. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Preise – den Ingram Merrill Award, den American Book Award, den Whiting Award, den Guggenheim-Preis und andere.
Auf Englisch veröffentlichte er etwa hundert Erzählungen und Essays in verschiedenen Zeitschriften, unter anderem in: Paris Review, The New York Times, The European Magazine und Jutarnji list. Der Roman April Fool's Day wurde auf etwa zehn Sprachen veröffentlicht (Russisch, Japanisch, Deutsch, Italienisch, Türkisch, Farsi u.a.). Er veröffentlichte drei weitere Erzählsammlungen: Yolk, Salvation and other Disasters, Ifidelities: Story of War and Lust, zwei Sammlungen mit narrativisierten Essays: Apricots from Chernobyl, Plum Brandy: Croatian Journey, eine Anthologie (mit Geschichten auf Englisch als Nichtmuttersprache), und zwei Lehrbücher. Sein Buch Fiction Writer's Workshop, Step by Step wird an vielen amerikanischen Universitäten verwendet und war seinerzeit in der Auswahl des Quality Paperback Book Clubs. Die Kirkus Reviews erklärte ihn zu einem der besten Erzählautoren der letzten zehn Jahre.
In kroatischer Übersetzung erschienen bisher die Erzählsammlung Grimizne usne (Meandar, 2000), die Essaysammlung Tražeći grob u Clevelandu (Meandar, 2003) und Radionica pisanja fikcije (Fiction Writer's Workshop). In Kürze wird auch sein Roman Prvi April (April Fool's Day) veröffentlicht.

 


Gordan Nuhanović wurde 1968 in Vinkovci geboren. gordannuhanovic Er studierte Journalistik an der Fakultät für Politikwissenschaften. Seit 1991 arbeitet er als Journalist und Kriegsreporter für Tageszeitungen und Wochenmagazine und als Literaturkritiker und Kolumnist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Seit 2003 ist er beim Kroatischen Fernsehen in der Kultursendung "Pola ure kulture" als Literaturkritiker tätig. Er ist freier Künstler und lebt zur Zeit in Zagreb.

 

Bibliographie:
2001, Liga za opstanak ("Überlebensliga"), Erzählungen, Pop&Pop Zagreb.
2003, Bitka za svakog čovjeka ("Der Kampf um jeden Menschen"), Erzählungen, AGM Zagreb.
2005, Survival League, Erzählungen, Ooligan Press Portland.
2006, Posljednji dani panka ("Die letzten Tage des Punk"), Roman, Profil Zagreb.
 
 
 
posljednjidanipunka
           
 
bitkazasvakogcovjeka
     
 

 
O

Dubravka Oraic Tolic 1943 in Slavonski Brod. Dichterin, Essayistin und Literaturtheoretikerin. Seit 1971 am Institut für Literaturwissenschaft der Philosophischen Fakultät in Zagreb, seit 1998 Professorin für Literaturtheorie und Kulturgeschichte. Übersetzerin aus dem Russischen (A. Belyj: Peterburg, V. Kataev: Trava zabvenija, Poesie V. Chlebnikovs). Ihr Buch Teorija citatnosti wurde von Ulrich Dronske ins Deutsche übersetzt und unter dem Titel Das Zitat in Literatur und Kunst: Versuch einer Theorie im Böhlau Verlag 1995 herausgegeben. Bei der Ooligan Press aus Portland wurde ihr Buch American Scream. Palindrome Apocalypse (2005) veröffentlicht. Dieses Buch erhielt in den USA den  Heldt-Preis für die beste Übersetzung aus den slawischen Sprachen in den Jahren 2004 bis 2006. Männliche Moderne und weibliche Postmoderne: Geburt der virtuellen Kultur erhält den Preis der Zeitung Vjesnik für das Buch des Jahres 2006.  Zur Buchmesse erscheint das Buch Männliche

Moderne und weibliche Postmoderne: Geburt der virtuellen Kultur (Peter Lang, 2008).

 
P


Zarko Paic Geboren 1958 in Kutina. Das Studium der Politikwissenschaften  an der Universität Zagreb. Promotion in der Soziologie 2005. Er ist Schriftsteller, Philosoph, Soziologe, Kritiker, Essayist, Theoretiker der Gegenwartskunst und Architektur .Er ist Hochschulleher für Kultursoziologie, Ästhetik, Semiotik und für visuelle Kommunikation an der Textil-technologischen Fakultät der Universität Zagreb, Mitglied der Gesellschaft Kroatischer Schriftsteller, des Kroatischen PEN- Zentrums und des Vereins für die Förderung der Philosophie (Society for Advanced Philosophy). Er veröffentlicht philosophische und soziologische Texte, Texte zur Theorie der Gegenwartskunst, Kulturpolitik und Kulturentwicklung, literarische Essays und Kritiken in in- und ausländischen Sammelwerken, Büchern und Zeitschriften. Seine philosophischen, literarischen und wissenschaftlichen Erörterungen wurden ins Englische, Deutsche, Französische, Slowenische, Ungarische und Rumänische übersetzt.

 

Werke (Auswahl): 
Aura/Die Aura, Zagreb, 1994 (Poesie); Postmoderna igra svijeta/Das postmoderne Weltspiel, Zagreb, 1996; Gotski križ/Das gotische Kreuz, Zagreb, 1998;
Opako ljeto/Der böse Sommer, Zagreb, 1999; Idoli, nakaze i suze: ideologijsko podjarmljivanje umjetnosti u XX. stoljeću /Die Idole, Ungeheuer und Tränen: ideologische Unterdrückung der Kunst im XX. Jahrhundert, 2000; Montaigneov rez/Montaignes Schnitt, Zagreb, 2004;  Politika identiteta: kultura kao nova idelogija /Die Politik der Identität: Kultur als neue Ideologie, Zagreb, 2005; Slika bez svijeta: ikonoklazam suvremene umjetnosti /Das Bild ohne die Welt: Ikonoklasmus der Gegenwartskunst, Litteris, Zagreb, 2006; Moć nepokornosti: intelektualac i biopolitika /Die Macht der Ungehorsamkeit: Der Intelektuelle und die Biopolitik, Antibarbarus, Zagreb, 2006; Projekt slobode: Jean-Paul Sartre - filozofija i angažman /Das Projekt der Freiheit: Jean-Paul Sartre - Die Philosophie und das Engagement, Pula, 2006.



Luko Paljetak Luko Paljetak wurde am 29. August 1943 in Dubrovnik/Kroatien geboren, wo er auch heute lebt. Neben seiner literaturwissenschaftlichen Arbeit - er promovierte in Kroatistik und verfasste verschiedene Studien und Monographien - schreibt er seit 1968 Gedichte (einige seiner zahlreichen Gedichtsammlungen wurden in bibliophilen Mappen mit Graphiken kroatischer Künstler herausgegeben), Kinderbücher, Dramen und Hörspiele (auch für Kinder- und Puppentheater), Kritiken, Essays, Erzählungen, Texte für Kantaten, Libretti und Drehbücher. In Kroatien bekannt als Regisseur und Dramaturg im Puppentheater und als Zeitschriftenherausgeber ist Paljetak darüber hinaus ein bedeutender Übersetzer - zu nennen sind z. B. die kongeniale Übersetzung des Gesamtwerkes des slowenischen Dichters Prešern oder seine Übersetzungen von Chaucer (The Caterbury Tales), Shakespeare (Sonnets, Love's Labour's Lost, Pericles), Byron (Child Harold und viele Gedichte), M. Lowry (Under the Volcano), D. Thomas (Und Milk Wood) und Joyce (Ulysses). Luko Paljetak ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen und u.a. Mitglied des Schriftstellerverbandes Kroatien und Ehrenmitglied des Schriftstellerverbandes Sloweniens, seit 1997 ist er Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Der verborgene Garten (2004), an dem Paljetak neun Jahre gearbeitet hat, ist das fiktive Tagebuch von Cvijeta Zuzorić, der legendären Muse kroatischer und italienischer Dichter jener Zeit, selbst Torquato Tasso widmete ihr einige Sonette. Eine Auswahl seiner Gedichte hat der Übersetzer Matthias Jacob unter dem Titel „Kein Platz in der Stadt" beim Daedalus Verlag 2008 veröffentlicht.
 
Photo: Ivan Balić Cobra 


Jurica Pavicicist 1965 im kroatischen Split geboren. Er studierte Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Zagreb. Seit 1991 arbeitet er als Journalist, Film- und LiteraturkritikerJurica Pavičić und wurde für seine journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
 
1998 erschien sein erster Roman, der zu einem großen Publikumserfolg wurde. Die deutsche Ausgabe unter dem Titel Nachtbus nach Triest wurde vom Magazin FACTS zum besten Krimi des Jahres 2001 gekürt. Die Verfilmung des Romans erhielt 2004 auf der Berlinale den Friedenspreis (s. auch hier).
 
Pavičić veröffentlichte 2000 und 2002 zwei weitere erfolgreiche Krimis: Nedjeljni prijatelj (Der Sonntagsfreund) thematisiert den skrupellosen Machtkampf um die Freihandelszone der Hafenstadt Split, und Minuta 88 (88. Minute) ein betrügerisches Komplott im Fußballmilieu. Crvenkapica (Rotkäppchen), sein aktuellster Krimi, ist im Herbst 2006 erschienen.
 
Jurica Pavičić wird im deutschsprachigen Raum von der Agentur Dagmar Schruf vertreten.



1969 in Split. Schriftsteller und gefürchteter Literaturkritiker. Veröffentlichte in den Neunzigern eine wöchentliche Literaturkritik mit kulturpolitischen Exkursen in der Zeitschrift Feral Tribune, später im Globus. Chefredakteur von Godine nove. Robert Perišić  gehört der Generation kroatischer Autoren an, die sich Mitte der 90er Jahre zu Wort meldet und vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Staates Jugoslawien zu schreiben begonnen hat. In seinem Erzählband Dem, der nach uns fragt, kannst Du ins Gesicht spucken (1999) machen sich zwei Kriminelle und ein dreijähriges Kind, das nur ein einziges Wort sagen kann - Tuđman - auf, um Geld einzutreiben. Ein Bild, das laut Schriftstellerkollege Zoran Ferić ausreicht, um die ganze Absurdität der kroatischen Situation Mitte der Neunziger zu porträtieren. Erzählungen von Robert Perišić sind in der Anthologie Kein Gott in Susedgrad. Neue Literatur aus Kroatien (Schöffling Verlag 2008) und in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Die Horen, Band 229 vertreten.



Biobibliographie in Vorbereitung.


Nikica Petrak Geboren 1939 in Duga Resa, Kroatien. Dichter, Essayist und Übersetzer. In den 60er Jahren Kulturredakteur der Studentski list und Fernsehredakteur bei TV Zagreb. Später Verlagslektor und 1991 - 1992 Berater für internationale Zusammenarbeit des kroatischen Kulturministeriums. Petrak gehört zum breiteren Autorenkreis um die Zeitschrift Razlog. Er übersetzt Gedichte und Prosatexte (E.A. Poe, Dylan Thomas, T. S. Eliot, Ezra Pound, W. H. Auden, W. B. Yeats u.a.), sowie politologische Studien (Hannah Arendt, Edmund Burke, Peter Stein, Hermann Broch u.a.). Nikica Petrak ist Mitglied des Schriftstellerverbandes Kroatiens, des kroatischen PEN-Zentrums und Träger der höchsten kroatischen Auszeichnungen für sein dichterisches Werk: „Tin Ujević" (1981), „Vladimir Nazor" (1981), „Goranov Vijenac"(1996), „Miroslav Krleža" (1997), Preis der Matica Hrvatska und der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste (1999), Preis der Stadt Zagreb (2004). Er ist. Seit 2004 Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Gedichtbände: Sve ove stvari  (All diese Dinge Zagreb 1963), Razgovor s duhovima (Gespräch mit Geistern, Zagreb 1968), Suho slovo (Der trockene Buchstabe, Zagreb 1971), Tiha knjiga (Das stille Buch, Zagreb 1980), Izjava o namjerama (Aussage über die Absichten, Zagreb 1989), Izabrane pjesme (Ausgewählte Gedichte, Zagreb 1991), Ispadanje iz povijesti (Das Herausfallen aus der Geschichte, Zagreb 1996), Razmicanje paučine (Spinnweben aufreißen, Zagreb 1999), Neizgovoreni govor (Die unausgesprochene Rede, Essays, Zagreb 2003), Od ljubavi (Über die Liebe, Zagreb 2004), Arka (Arche, Zagreb 2005). Beim Daedalus Verlag ist 2008 auf Deutsch eine Auswahl seiner Gedichte unter dem Titel Herausfallen aus der Geschichte erschienen.
 
Photo: Andriana Škunca 


Geboren am 25. Mai 1966 in Varaždin, Kroatien. Grund- und Mittelschule in Varaždin. Studierte Germanistik und Philosophie an der Philosophischen Boris PerićFakultät in Zagreb. Boris PericTätigkeit als Schriftsteller, literarischer Übersetzer und Journalist bei verschiedenen kroatischen und ausländischen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen. Literarische Veröffentlichungen und Übersetzungen in verschiedenen kroatischen und ausländischen Zeitschriften, sowie diversen Anthologien. Mitglied der Kroatischen Schriftstellergesellschaft und des Kroatischen Schriftstellerverbands. Lebt und arbeitet in Zagreb.
 
Boris Perić wird von der Agentur Partner und Propaganda vertreten.

Bücher:
Politički vodič – Njemačka / Politischer Reiseführer – Deutschland (politische Publizistik), Zagreb, 1992;
Austrija / Österreich, (politische Publizistik), Zagreb, 1993;
Sezona stakla / Glassaison (Prosa), Zagreb, 1993;
Heartland (Prosa), Studio grafičkih ideja, Zagreb, 1995;
Putovanje na granici / Die Reise an der Gernze – Auswahl aus der zeitgenössischen österreichischen Prosa, Zagreb, 1995;
Quattro Stagioni (Prosa, mit Z. Ferić, M. Kiš und R. Mlinarec), Zagreb 1998;
Groblje bezimenih / Friedhof der Namenlosen (Prosa), Zagreb, 2003;
Priče iz bečke kuhinje / Geschichten aus der Wiener Küche (Essays), Zagreb, 2004; Vampir / Der Vampir (Roman), Zagreb, 2006;
Heartland i druge pripovijetke / Heartland und andere Erzählungen (Prosa), Zagreb 2006

in Vorbereitung:
Fantastična bića Istre i Kvarnera / Phantastische Wesen aus Istrien/Kvarner (Essays)
D'Annunziev kod / Der D'Annunzio Code (Roman)

Wichtigere Übersetzungen:
Markus Jaroschka: Grammatik der neuen Gefühle (Lyrik), Zagreb, 1993;
Gabriel Loidolt: Der Leuchtturm (Roman), Zagreb, 1994;
Johanna Spyri: Heidi (Roman), Zagreb, 1995, 2003;
Joseph Roth: Hiob (Roman), Zagreb, 1996;
Thomas Bernhard: Der Stimmenimitator (Prosa), Zagreb, 1998, 2003;
Doris Dörrie: Bin ich schön? (Prosa), Zagreb, 2000;
Romano Guardini: Ende der Neuzeit (Essays), Split, 2002;
Hermann Hesse: Morgenlandfahrt (Erzählung), Koprivnica, 2002;
Ingo Schulze: 33 Augenblicke des Glücks (Prosa), Zagreb, 2003;
Leopold Sacher Masoch: Matrena (Kurzgeschichten), Zagreb, 2003;
Arthur Schnitzler: Die Traumnovelle (Erzählung), Zagreb, 2004;
Thomas Bernhard: Der Untergeher (Roman), Zagreb, 2005;
Norbert Gstrein: Die englischen Jahre (Roman), Zagreb, 2005;
Karl Jaspers: Die Schuldfrage (Essay), Zagreb, 2006;
Ingo Schulze: Simple Storys, Zagreb (Roman), 2006;
Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel (Roman), Zagreb, 2006;
Thomas Brussig: Helden wie wir, Zagreb (Roman), 2007;
Norbert Elias: Mozart. Zur Soziologie eines Genies, Zagreb, 2007;
Thomas Bernhard: Die Ursache (Roman), Zagreb, 2007;
Peter Handke: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (Erzählung), Zagreb, 2007;
Julian Nida-Rümelin: Über menschliche Freiheit, Zagreb, 2007;
Norbert Gstrein: Das Handwerk des Tötens, Zagreb 2007




Sanja Pilic 2 Sanja Pilić, Dichterin, Schriftstellerin und Kinderbuchautorin. Am 16.05.1954 in Split geboren. Abschluss der Schule für Angewandte Künste (Abteilung Fotografie). Sie arbeitete als Fotografin, Trickkamerafrau und Koloristin für Zeichentrickfilme. Zusammenarbeit mit dem Autonomen Frauenhaus Zagreb und Engagement für missbrauchte Kinder. Mitglied verschiedener Jurys bei Kinderwettbewerben. Sie nimmt in Schulen bei Literaturveranstaltungen für Kinder teil. Manchmal ist sie als Journalistin tätig. Einige ihrer Texte wurden ins Slowenische, Englische, Deutsche, Niederländische und Ungarische übersetzt.

1981 erhielt sie den zweiten und 2006 den dritten Preis der kroatischen Tageszeitung Večernji list in der Kategorie Kurzgeschichten; 1990 gewann sie mit ihrem Dramentext O kome se to radi ("Um wen geht es hier") die zweiten Preise des Radios Študenta und der Zeitschrift Literatura (Slowenien); 1990 und 2006 wurde ihr für die Bücher O mamama sve najbolje ("Über Mamas nur das Beste") und Sasvim sam popubertetio ("Ich bin ganz pubertiert") der Grigor-Vitez-Preis verliehen sowie der Ivana-Brlić-Mažuranić-Preis 1995 und 2001 für die Bücher Mrvice iz dnevnog boravka ("Krümel aus dem Wohnzimmer") und Zafrkancije, zezancije, smijancije i ludancije ("Scherze, Späße, Jux und Witzeleien"). Einige Male war sie in der engeren Auswahl für den Kiklop-Preis. Der Roman Jesam li se zaljubila? ("Habe ich mich verliebt?") wurde für den Preis Kleiner Prinz nominiert. Dad Buch Ah, ludnica ("Was für ein Irrenhaus") war in der engeren Auswahl für den Andrić-Preis 1987. Der Kinderroman Jesam li se zaljubila? wurde vom kroatischen Kinderbuchzentrum für die IBBY-Ehrenliste 2008 nominiert.

Sie lebt und arbeitet in Zagreb als freischaffende Künstlerin.

Veröffentlichungen:

  • Ah, ludnica, Erzählungen, Globus,1986.
  • Tjeskoba šutnje ("Beklommenheit des Schweigens"), Erzählungen, Revija 1990.
  • O mamama sve najbolje, Kinderroman, Mladost 1990, 1992, Mozaik knjiga 2005.
  • Nemam vremena ("Ich habe keine Zeit"), Erzählungen für Kinder, Mladost,1994, Alfa 2003, 2006.
  • Mrvice iz dnevnog boravka, Kinderroman, Znanje,1995, Alfa 2003, 2005, 2006.
  • E, baš mi nije žao ("Das tut mir echt nicht leid"), Erzählungen für Kinder, Mozaik knjiga,1998, 2005, 2007.
  • Vidiš da se moram zabavljatí ("Siehst du, ich muss Spaß haben"), Bilderbuch, Kašmir promet, 1999.
  • Znatiželjna koka ("Das neugierige Huhn"), Bilderbuch, Kašmir promet, 2000, 2003.
  • Zaljubljeni medo ("Der verliebte Bär"), Bilderbuch, Kašmir promet, 2000.
  • Ženske pjesme ("Frauengedichte"), Gedichte, Mozaik knjiga, 2000, 2001.
  • Zafrkancije, zezancije, smijancije i ludancije, Erzählungen für Kinder, Školska knjiga, 2001, 2004.
  • Sasvim sam popubertetio, Kinderroman, Kašmir promet, 2002, Mozaik knjiga 2007.
  • Faktor uspjeha ("Erfolgsfaktor"), Erzählungen, Mozaik knjiga, 2002, 2003.
  • Različitosti, od vrijeđanja do umorstva ("Unterschiede, vom Beleidigen zum Umbringen") und die Erzählung Leti, Marta, leti ("Flieg, Marta, flieg"), Naklada Ljevak, 2003.
  • Znala sam da moram izabrati drugačiji život ("Ich habe gewusst, dass ich ein anderes Leben wählen muss"), Gedichte, Mozaik knjiga, 2003, 2004.
  • Nipetnišest ("Mirnichtsdirnichts"), Gespräche mit Kindern, mit Koautorin und Journalistin Višnja Biti, Školska knjiga, 2003.
  • Jupi, stigao je sveti Nikola, ("Hurra, der Nikolaus ist da"), Bilderbuch, Školska knjiga, 2003.
  • Princeza ("Prinzessin"), Bilderbuch, Školska knjiga, 2004.
  • Hoću i ja ("Ich will auch"), Erzählungen für Kinder, Mozaik knjiga, 2004, 2007.
  • Djed Mraz darove nosi ("Väterchen Frost bringt Geschenke"), Bilderbuch, Mozaik knjiga, 2005.
  • Priča o vučiću Grgi ("Die Geschichte vom jungen Wolf Grga"), Bilderbuch, Državni zavod za zaštitu prirode, 2005, 2007.
  • Stigao je brat ("Mein Bruder ist da"), Bilderbuch, Kašmir promet, 2006.
  • Jesam li se zaljubila?, Kinderroman, Mozaik knjiga, 2006, 2007.
  • Ljubavi različite, pjesme razne ("Verschiedene Lieben, verschiedene Gedichte"), Gedichte, Mozaik knjiga, 2006.
  • Što mi se to događa? ("Warum passiert mir das?"), Kinderroman, Mozaik knjiga, 2007.

  Sanja Pilic - kinder

 

Marko Marko PogacarPogačar (1984, Split) absolviert derzeit sein Studium in den Fächern Vergleichende Literaturwissenschaft und Geschichte an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät in Zagreb. In einheimischen Print- und Online-Periodika veröffentlichte er Poesie, Kritiken und Übersetzungen hauptsächlich zeitgenössischer amerikanischer Poesie (Eric Baus, Leroi Jones, Denise Levertov, G. Corso usw.).
Er ist Chefredakteur der Zeitschrift für Literaturpraxis Ka/Os. 2005 erhielt er den Preis des AGM-Verlags und der Kulturzeitung Vijenac der Matica Hrvatska für das beste dichterische Manuskript der Autoren bis 35 Jahre, woraufhin er im AGM-Verlag die Gedichtsammlung "Pijavice nad Santa Cruzom" ("Blutegel über Santa Cruz") veröffentlichte. Im Jahr 2007 veröffentlichte er einen weiteren Gedichtband unter dem Titel "Poslanice običnim ljudima" ("Botschaften für gewöhnliche Leute", Algoritam). Einige seiner Gedichte wurden ins Englische und Slowenische übersetzt. Er ist Schlagzeuger der Post-Punk-Band Death Disco.


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Geboren 1957 in Livno, Bosnien und Hercegovina. Er studierte an der Philosophischen Fakultät in Zagreb/Kroatien, wo er seit 1968 lebt. Edo PopovićSein erstes Buch Ponoćni boogie (Mitternachtsboogie) betrachtet die Kritik als das charismatischste Buch der literarischen Generation der 80er Jahre. In den Kriegsjahren veröffentlichte er zahlreiche Reportagen von den kroatischen und bosnisch-hercegovinischen Kriegsschauplätzen. Während eines Stipendium-Aufenthaltes in Graz im November 2000 schrieb er sein autobiographisches Tagebuch Der Hund aus Stein, das in deutscher Sprache demnächst in Graz erscheinen wird.


Urbane Sensibilität, Misstrauen den Autoritäten gegenüber, ein freies Verhältnis zur Sprache, ein gepflegter Stil, Prägnanz, Humor und schneller Rhythmus sind die Grundeigenschaften seiner Prosa. Seine Erzählungen wurden ins Deutsche, Englische, Polnische und Slowenische übersetzt. In der deutschen Zeitschrift „Schreibheft“ ist seine Kriegserzählung „Unter dem Regenbogen“ erschienen.

Der Roman Izlaz Zagreb jug (Ausfahrt Zagreb-Süd)  wurde in Kroatien und in den USA veröffentlicht; die deutsche Ausgabe (übersetzt von Alida Bremer) ist im Herbst 2006 im Verlag Voland & Quist   erschienen.

Edo Popović wird von der Agentur Partner und Propaganda vertreten.

Photo:Copyright Mio Vesović

Ivica Prtenjača, geboren 1969 in Rijeka, Prtenjacastudierte kroatische Literatur und Sprachwissenschaft. Er veröffentlichte mehrere Gedichtbände, die auszugsweise übersetzt und preisgekrönt wurden. In seinem viel beachteten Prosadebüt von 2006, dem Roman Schön und gut, thematisiert er bitter-komisch und präzise-poetisch die Einsamkeit in der Großstadt.

 
 
 
 
Ivica Prtenjača wird vertreten durch die Literaturagentur Dagmar Schruf
 
 
 
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Geboren 1951 in Zemun. Er studierte Komparatistik und Südslavistik an der Zagreber Philosophischen Fakultät. In den Achzigern war er Kulturredakteur der Zeitung „Oko". Heute lebt er als freier Autor und Übersetzer. Er veröffentlichte den Roman Sjaj epohe (Glanz der Epoche, Zagreb 1990) und die Erzählbände Ne, to nisam ja (Nein, das bin nicht ich, Zagreb 1994) und Porno (Zagreb, 2002), das Drama Plavi grad (Die blaue Stadt, Zagreb 2002), den Band mit Essays und Reiseerzählungen Sredina naprijed (Die Mitte vor!, Zagreb 2003) und die konzeptualistische Publikation Visitors book (Zagreb 2003). Im Theater Kerempuh in Zagreb wurden seine Theaterstücke Dobro došli u plavi pakao (Willkommen in der blauen Hölle, 1994), Miss nebodera za Miss svijeta (Miss Hochhaus für Miss Welt, 1998) und Kaj sad? (Was nun?, 2002) gespielt. Er gab eine Anthologie der lesbischen Poesie heraus (Dvije, Die beiden, 1992), und in Zusammenarbeit mit Matt Thorne und Tony White in Großbritannien den Sammelband Croatian nights (2005). Aus dem Englischen übersetzte er u. a. William Burrogughs, Jack Kerouac, Julian Barnes, Hanif Kureishi. Er ist einer der Gründer des Literaturfestivals FAK.

Dichterin, Künstlerin, sie schreibt ausschließlich im tschakawischen Dialekt von Labin/Istrien. Ihre Gedichte sind in verschiedenen Literaturzeitschriften erschienen, und sie nahm teil an vielen Lyrik- und Literaturfestivals etwa Goranovo proljeće, Forum Tomizza, Šoljanovi dani, Verši na šterni. Sie ist Schauspielerin und Sängerin und präsentiert ihre Poesie gerne im Rahmen einer cabaret show. Bekannt wurde sie mit der Kabarettvorstellung Velike budale (Große Dummköpfe), für die sie auch Songs geschrieben hat. Sie schafft Kunstwerke aus Naturmaterialien aus Istrien; 2000 hat sie ihren Gedichtband Sv. Valentin (St. Valentin)  in 35 bibliophilen Unikat-Handarbeiten gestaltet. Gedichtbände Štrigi, sanji i mirakul (Hexen, Träume, Wunder 2002), Lakoma Beti (Gierige Beti 2007).

  roberta razzi


1960 in Osijek geboren. Dort schloss er an der damals Pädagogischen, heute Philosophischen Fakultät auch sein Studium der Kroatistik ab. Poesie, Prdelimir resickiosa, Literaturkritik und Medienpublizistik und -essayistik begann er Anfang der achtziger Jahre in allen wichtigeren kroatischen Zeitschriften und anderen Zeitungen zu veröffentlichen. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre erlebte er mit der Osijeker Rockband Roderick mehrere, auf große Beachtung stoßende Auftritte, danach schrieb er Texte für die Rockband Galebovi. Er wurde in zahlreiche Weltsprachen übersetzt - Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Polnisch, Schwedisch, Ungarisch, Russisch, Bulgarisch, Mazedonisch und Slowenisch. Er wirkte an den internationalen Multimedia-CD-Projekten "Matria Europa" der niederländischen Künstler Sluik & Kurpershoek  (Kunst Ruimte, Amsterdam, 1996) und "Soundtrack.psi" von Ivan Faktor (Osijek, 2001) mit. Mit Gedicht-, Prosa- und Essaytexten ist er in rund 30 Anthologien, Übersichten und Panoramen zeitgenössischer kroatischer Poesie, Prosa und Essyistik vertreten. Für seine literarische Arbeit erhielt er den Preis "Sedam sekretara SKOJ-a" (1987 für sein Buch Sretne ulice (Glückliche Straßen), zwei Mal den Preis "Duhovno hrašće" für das Buch des Jahres eines slawonischen Autors (1997 für Knjiga o anđelima (Buch über Engel) und 2005 für die Sammlung Aritmija (Arrhythmie - ausgezeichnet auch mit den Kiklop-Preis und mit dem Preis "Vladimir Nazor"), die Erfolgsurkunde "Julija Benešić" des Literaturkritikertreffens von Đakovo (1998 für das Buch Bližnji (Der Nächste)).  Er war Redakteur der Zeitungen und Zeitschriften "Ten", "Osječki tjednik", "Heroina nova" und "Književna revija". Heute arbeitet er als Kulturredakteur bei der Tageszeitung "Glas Slavonije". In deutscher Sprache liegt eine Auswahl seiner Gedichte in der Zeitschrift „Akzente" und „Manuskripte" vor  (beide Frühjar 2008); sein Gedichtband Arrhythmie ist beim Verlag Edition Korrespondenzen 2008 erschienen.

 
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geboren in Zagreb 1975; Autorin, Dramaturgin und Regisseurin, Gastdozentin an der Akademie für Dramenkünste in Zagreb. Nach dem DramaturgiestudiumIvana Sajko an eben dieser Akademie beendete sie ihr Postgraduiertenstudium an der Philosophischen Fakultät in Zagreb mit dem Thema „Thematisierung des Wahnsinns im Drama des 20. Jahrhunderts“.

Ihre Dramen wurden in viele Sprachen übersetzt und wurden auf vielen ausländischen Bühnen gespielt und in Radio-Produktionen gesendet. Das Stück Bombenfrau etwa wurde allein in Deutschland in vier verschiedenen Inszenierungen realisiert, und das Hörspiel Europa wurde beim Prix Europa in Berlin 2006 zu einem der zehn besten Radioproduktionen der Welt gewählt (Demnächst im Zimmertheater Tübingen zu sehen ).

Ivana Sajko ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift Frakcija (eine internationale, bilinguale Zeitschrift für darstellende Künste), sowie der Literaturzeitschrift Tema. Sie ist Mitgründerin der Theatergruppe BAD co. (2000), in der sie als Dramaturgin und Regisseurin gearbeitet hat. Ihre Dramen wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet, etwa drei Mal mit dem wichtigsten kroatischen Theaterpreis „Marin Držić“ (1999, 2001 und 2003).

Für ihren ersten Roman Rio bar (2006) bekam sie den Preis der kroatischen Zeitung Vjesnik für das beste Literaturwerk des Jahres. Dieser Roman erscheint demnächst beim Verlag Matthes & Seitz in Berlin.

In ihrem neuesten Theoriebuch Prema ludilu (i revoluciji): čitanje („Zum Wahnsinn (und zur Revolution): Lektüre“ 2006) versuchte sie ihre ästhetischen und ethischen Grundlagen zu verdeutlichen, in dem sie die Begriffe Wahnsinn und Revolution als zwei Praktiken beschrieb, die sich jeder Kontrolle entziehen und damit zum Paradigma des künstlerischen Schaffens werden, das immer in Konflikt zu den gängigen Denkmodellen steht. Ihre eigenen Dramentexte trägt Ivana Sajko selbst innerhalb einer hybriden Gattung vor, der sie den Namen „Autoreferenzielles Lesen“ gegeben hat.

Im deutschsprachigen Raum werden Dramentexte von Ivana Sajko vom Verlag der Autoren (Frankfurt a. M.) vertreten; ihre Prosatexte von der Literaturagentur Literaturmitte (Berlin).
 


Olja Savičević Ivančević ist 1974 in Split geboren und studierte Sprach- und Literaturwissenschaft in Zadar. Olja Savičević Ivančević

Sie ist Kolumnistin bei der Tageszeitung Slobodna Dalmacija und Herausgeberin einer Anthologie neuer Kurzprosa aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien und Montenegro, die 2006 in Belgrad erschien. Olja Savičević Ivančević hat drei Lyrikbände veröffentlicht, die auszugsweise in mehrere europäische Sprachen übersetzt wurden.
  
Ihr 2006 erschienener Erzählband Nasmijati psa wurde von der Tageszeitung Vijenac und dem Zagreber Verlag AGM als beste kroatische Nachwuchsprosa ausgezeichnet. Im Frühjahr 2008 erscheint das Buch in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Augustschnee“ beim Dresdner Verlag Voland&Quist.

2007 erhielt die Autorin den Ranko Marinković-Preis der Zeitung Večernji list.


Mima Simic Geboren 1976 in Zagreb. Sie schloss ihr Studium der Komparatistik und Anglistik in Zagreb ab, und studierte dann Gender Studies an der CEU (Central European University) in Budapest. Sie veröffentlichte kurze Erzählungen in vielen Zeitschriften (Quorum, Fantom slobode, Vijenac, Zarez, Libra, Godine, Plima, Akt, K., Kolaps, Nacional, Jutarnji list usw.), sowie im Dritten Programm des Kroatischen Radios. Ihre kruzen Erzählungen wurden in mehrere Anthologien aufgenommen: Libido.hr (Zagreb 2002), Poqueerene priče (Queer-Erzählungen, Zagreb 2004), Ekran priče 01 i 02 (Bildschirmgeschichten 01 und 02, Zagreb 2003 und 2004), Zagrijavanje do 27 (Erwärmung bis 27, Zagreb 2005), Najbolje hrvatske priče 2005 (Die besten kroatischen Erzählungen, Zagreb 2005). Ihre Kurzerzählungen wurden ins Englische, Polnische, Slowenische und Deutsche übersetzt.  Ihr Erzählsammlung Pustolovine Glorije Scott (Die Abenteuer von Gloria Scott, Zagreb 2005) etnstand in Zusammenarbeit mit einer der wichtigsten Comic-Autorinnen in Kroatien, Ivana Armanini. 2006 bekam sie ein Stipendium der Kulturvermittlung Steiermark (Graz). Sie ist Mitglied der Kroatischen Gesellschaft der Filmkritiker und -kritikerinnen sowie ständige Mitarbeiterin der politisch-satirischen Wochenzeitung Feral Tribune. 2007 bekam sie den Preis für Filmkritik „Vladimir Vuković".



Roman Simić, geboren 17.2.1972.in Zadar. Studierte an der Philosophischen Fakultät in Zagreb Komparatistik und Hispanistik. Er arbeitet als Verlagslektor beim Verlag Roman Simić BodrožićProfil und ist Organisator und Programmdirektor des Europäischen Short Story Festivals, das alljährlich wichtige junge Prosa-Autoren aus ganz Europa nach Kroatien bringt (s. hier ); zudem bit er die Reihe Anthologien der Europäischen Short Story heraus.

Als Prosaautor beteiligte er sich im Projekt der Schriftsteller aus dem Balkan und aus dem Norden Europas (SWITCH 2004), er hatte Stipendium der Stadt Graz (2003) und des Literarischen Colloqiums aus Berlin (2004), er nahm Teil an der Veranstaltung zur Vorstellung der jungen kroatischen Literatur in Wien (2003), am Bienalle der jungen Künstler des Mittelmeerraumes (Rom1998) sowie an den Tagen des Andre Malraux (Sarajevo, 2000).
Seine Geschichten sind in viele Antholgien vertreten, und vereinzelt wurden sie ins Französische, Schwedische, Tschechische, Bulgarische, Katalanische, Slowakische, Liatuische, Slowenische, Deutsche, Polnische und Englische übersetzt.

 Das Gedichtband: U trenutku kao u divljini  („Im Augenblick wie in der Wildnis“) wurde mit dem Preis  „Goranovo proljeće“ für junge Dichter  1996 ausgezeichnet; Erzählugen Mjesto na kojem ćemo provesti noć ( „Das Ort auf dem wir die Nacht verbringen werden“, Zagreb 2000 wurde ins Polnische und Slowenische übersetzt.

Die Sammelband mit Erzählungen U  što se zaljubljujemo  („In was wir uns verlieben“, Zagreb 2005) wurde als das beste Prosa-Buch des Jahres 2005 in Kroatien mit dem Preis der Zeitung „Jutarnji list“ ausgezeichnet.  Die spanische, slowenische, serbische und deutsche Übersetzung sind in Vorbereitung.

In was wir uns verlieben ist  beim Verlag Voland & Quist  erscheinen (Deutsch von Alida Bremer). Den Autor vertritt im deutschsprachigen Raum die Agentur „Partner & Propaganda“

milorad stojevicGeboren 1948 in  Bribir/Kroatien. Sein Studium schloss er mit Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität Zagreb ab. Er war freiberuflicher Künstler, Verlagslektor und Journalist; heute lehrt er als ordentlicher Professor am Institut für Komparatistik an der Philosophischen Fakultät in Rijeka. Als Gastprofessor arbeitete er in Kiev, Lavov und Simferpolj (Ukraine). Stojević ist Gründer der Zeitschrift für philosophische Forschung  Fluminensije (dessen Herausgeber er war) und einer der Gründer der Zeitschrift Književna Rijeka, er war Herausgeber der Zeitschrift Dometi, der Zeitung für Kinder Galeb (Rijeka), Studentski list und Telegram. Seine Poesie, Prosa, Literaturkritik und Essays veröffentlichte er in vielen Zeitschriften, einige seiner Werke wurden für Fernsehen und Rundfunk adaptiert bzw. in verschiedene Sprachen übersetzt. Er schrieb Theaterstücke, Texte für Comics und Drehbücher für Werbung. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, unter anderem „Gorans Kranz" (2004), die höchste Auszeichnung für Poesie in Kroatien.


Werke: Iza šćita (Gedichte, 1971), Liçce (Gedichte, 1974), Litvanski erotski srp (Gedichte, 1974); Viseći vrtovi (Gedichte, 1979), Doni (Drama, 1979), Kineska vaza (TV Drama, 1980), Primeri vežbanja ludila (Roman, 1981), Rime amorose (Gedichte, 1984), Orgija za Madonu (Roman, 1986); Čakavsko pjesništvo XX. stoljeća (Anthologie und Studie, 1987), Razdrta halucinacija (Studie 1989), Firentinski poljubac (Gedichte, 1990), Ignac Horvat (Monographie, 1994), Pjesništvo Antuna Barca (Studie, 1995), Perivoj od slova (Gedichte, 1996), Andrija Cigančić: Lovranske ljubavne pjesme iz 1738 (Transliteration und Studie, 1997), Došljak iz knjige (Gedichte, 1997), Rosa, e lo spino (Essay, 1997), Balade o Josipu (Roman, 1997), Pjesništvo Nikole Kraljića (Monographie, 1998), Korzo (Gedichte, 1999), Knjižica o podrupku (Essay, 1999), Moj kućni mandarin (Gedichte, 2000); Ponterosso (Ausgewählte Gedichte, 2000), Prostrijelne rane & other poems (Gedichte, 2001), Tečaj čarolija (Gedichte, 2001), Tatarski zajutrak (Roman, 2002), Klonda (Gedichte, 2003), Krucifiks (Roman, 2004), Krv i poljupci (Roman, 2004), Novelline o soldatu i sto ruž (Gedichte, 2005), Tekstova cca 25 (Studien und Essays, Rijeka 2005), Lesezeichen (Gedichte, 2005).



Mile Stojic1955 in Dragičina, Bosnien-Herzegowina. Lebt als Dichter, Essayist, Kulturredakteur und Herausgeber in Sarajevo. Bis 1992 Mitherausgeber der Literaturmagazine Lica und Odjec und  Herausgeber von Tjednik, des ersten postsozialistischen kroatischen Magazins. Nach seiner Flucht aus Sarajevo arbeitet Stojić zehn Jahre als Lehrbeauftragter für südslawische Literatur an der Universität Wien. 1995 publizierte er in Wien bosnische Kriegsliteratur in deutscher Übersetzung (In Schmerz mit Wut), auf Deutsch erschienen: Fenster, Worte. Ein bosnisches Alphabet (Drava Verlag 2000), Triumph der Phantasie (Kitab Verlag 2006).
 

Photo: Jasmin Fazlagić

 

 
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Biobibliographie in Vorbereitung.


AndrianaSkunca Andriana Škunca wurde am 9. März 1944 in Bjelovar geboren. In Novalja auf der Insel Pag, wo sie auch heute einen Teil des Jahres lebt, verbrachte sie ihre Kindheit. An der Philosophischen Fakultät der Universität Zagreb studierte sie Komparatistik und Kroatistik.

Sie veröffentlichte folgende Gedichtbände:
Do neba bijelo ("Weiß bis zum Himmel"), Matica Hrvatska und NSGZ, Zagreb 1969. Preis des „A. B.Šimić“-Fonds.
Kratka sjena podneva ("Der kurze Schatten der Mittagsstunde"), Razlog-Liber, Zagreb 1973.
Pomaci, tišine ("Bewegungen, Stille"), Nakladni zavod Matice hrvatske, Zagreb 1981.
Napuštena mjesta ("Verlassene Orte"), Selbstverlag, Zagreb 1985.
Druga strana zrcala ("Die andere Seite des Spiegels"), Grafički zavod Hrvatske, Zagreb 1988.
Korijen zid kutija ("Wurzel Mauer Kästchen"), Kroatischer Universitätsverlag, Zagreb 1992.
Zeleni prah ("Grüner Staub"), Meandar, Zagreb 1994 und 1995.

Mit Zvonimir Mrkonjić und Hrvoje Pejaković gab sie eine Anthologie kroatischer Prosagedichte heraus, unter dem Titel Naša ljubavnica tlapnja ("Unsere Liebhaberin der Phantasterei"), Kroatischer Universitätsverlag, Zagreb 1992, und schrieb in Zusammenarbeit mit Tonko Marojević eine Monographie über Ivan Večenaj (Art studio Azinović, Zagreb 1994).

Škunca schreibt Literaturkritiken und poetische Notizen über bildende Künstler und arbeitet als Redakteurin der Bibliothek „Kairos“ des kroatischen Universitätsverlags.
In Novaljski svjetlopis ("Novalja-Lichtbild"), Matica Hrvatska, Zagreb 1999, präsentierte sich die Dichterin zum ersten Mal mit ihren Fotographien. Sie begleiten ihre lyrische Prosa als Werke einer anderen künstlerischen Disziplin und sind keine bloße Illustration der Texte.

  Der Regisseur, Drehbuch-, Theater-, Radio- und Romanautor Dejan Šorak (1954) studierte Regie an der Akademie für Dramatische Künste in Zagreb.

Er ist der Autor des "Thrillers ohne Hauptfigur", des Romans "Kontrolna projekcija" (2001, "Kontrollprojektion") und des Romans "Ja i Kalisto" (2003, "Ich und Kallisto"), für den er mit dem kroatischen SFera-Preis für den besten Science-Fiction-Roman des Jahres ausgezeichnet wurde.
 
Anfang 2008 erscheint seine Trilogie "Američko-hrvatski u boji" ("Amerikanisch-kroatisch in Farbe"), eine Familiensaga über eine kroatische Auswandererfamilie, eine Geschichte des Films von den 30er bis zu den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, ein Beitrag zur Dämonologie und eine Erörterung über die Natur der Fiktion und des Films.
 
sorak Darüber hinaus erhielt er den Marko-Marulić-Preis für den besten Dramentext für das Werk "Paviljon gmizavaca" ("Das Reptilienhaus"), das auch in Deutschland, Irland, Italien und der Slowakei aufgeführt wurde, den Marko-Marulić-Preis für die beste Regie, den Preis "Zlatni smijeh" für den besten Theatertext, den Preis des Kroatischen Rundfunks HRT für den besten Hörspieltext für das Werk "Oči" ("Die Augen") u.a.
 
Er ist Drehbuchautor und Regisseur der folgenden abendfüllenden Spielfilme: "Mala pljačka vlaka" (1984, "Kleiner Zugüberfall"), "Oficir s ružom" (1987, "Der Offizier mit der Rose"), "Krvopijci" (1989, "Krvopijac"), "Vrijeme ratnika" (1992, "Die Zeit der Krieger"), "Garcia" (1999), "Dva igrača s klupe" (2005, "Zwei Spieler von der Ersatzbank").
 
Zweimal erhielt er in Pula die Goldene Arena für das beste Drehbuch, ferner den Jahrespreis Vladimir Nazor für den besten Film, den Preis des Kroatischen Verbands der Filmschaffenden für den besten Film, den Sonderpreis der Jury auf dem Haifa International Film Festival u.a.
Der Film "Oficir s ružom" wurde in mehr als 40 Ländern der Welt verkauft, gelangte von Argentinien bis Indien und Japan in die Kinodistribution und nahm von Montreal bis Valencia an etwa zehn weltbekannten Festivals teil.
 
Sein jüngster Film "Dva igrača s klupe" wurde mit vier Goldenen Arenas ausgezeichnet und schaffte es als erster kroatischer Film in den offiziellen Wettbewerb des Tribeca Film Festivals in New York, bei einer Auswahl von 17 aus 1950 eingereichten Filmen. Daraufhin nimmt der Film "Dva igrača s klupe" an vielen weiteren weltbekannten Festivals teil: Karlovy Vary International Film Festival, Filmfest München, Copenhagen International Film Festival, Haifa International Film Festival, Unabhängiges FilmFest Osnabrück, Ghent Film Festival u.a.
 
kontrolnaprojekcija
      
 
jaikalisto
     

Igor StiksGeboren 1977 in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina). Während des Krieges Umzug nach Kroatien. Sein erster Roman Dvorac in Romanija wurde mit dem Preis für den besten Erstlingsroman in Kroatien ausgezeichnet; unter dem Titel Schloß in Romagna ist er auf Deutsch beim Folio Verlag erschienen. Sein zweiter Roman Archive der Nacht  (Titel der Originalausgabe: Elijahova stolica) erscheint 2008 im Claassen Verlag. Archive der Nacht erscheint demnächst auch in Ungarn, den Niederlanden, Slowenien, Mazedonien, Spanien, Italien, der Tschechischen Republik und Polen. Der Roman bekam in Kroatien die Preise K. Š. Gjalski und Kiklop als das beste Prosawerk des Jahres 2006. Er schreibt Prosa, Literaturkritik und Zeitungsartikel. Sein erster Roman Schloß in Romagna wurde ins Englische übersetzt und in den USA veröffentlicht (Autumn Hill Books, 2005); der Roman ist auch in Spanien (Funambulista, 2005) erschienen.  Er schreibt an seiner Doktorarbeit am Institut d'Etudes Politiques de Paris - Sciences Po und an der Northwestern University in Chicago, USA, wo er zurzeit lebt.

 
Photo: Jasenko Rasol
 
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Claudio Ugussi wurde 1932 in Pula geboren. Er lebt in Buje/Buie, wo er auch ein Malatelier besitzt. Er veröffentlicht in italienischen und kroatischen Zeitschriften und Zeitungen. Zwei Mal in Folge erhielt er den Preis "Istria Nobilissima" (1987, 1988). In dieser Ausgabe erschien 2002 sein Roman Podijeljeni grad ("Geteilte Stadt"), dessen Original 1992 auf italienisch veröffentlicht wurde (Campanotto, Udine). Beim internationalen Literaturwettbewerb "Trst, književnost s granice" ("Trst, Literatur von der Grenze") 2004 erhielt er für das 1994 veröffentlichte Werk Kameno gnijezdo ("Steinernes Nest", Campanotto, Udine) die Sonderauszeichnung für Prosa.

 

 
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Der Prosaist, Dichter, Dramatiker, Essayist und Kritiker Milko Valent wurde am 6. Juli 1948 in Zagreb geboren, wo er an der Philosophischen Fakultät Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft studierte. Milko ValentEr ist in zahlreichen Anthologien, Panoramen und Gedicht-, Essay-, Prosa- und Dramenauswahlen vertreten. Ein Teil seines Werks wurde in zwölf Sprachen übersetzt, wobei die folgenden Übersetzungen von größter Bedeutung sind: das Prosabuch Der zarte Palisander (Nježna palisandrovina) auf Deutsch in „Schreibheft “ (übersetzt von Alida Bremer), das Drama L'Europe nue (Gola Europa) auf Französisch (übersetzt von Yves-Alexandre Tripković), die Dramen Ink In The Eye (Tinta u oku), Neon Edges (Neonski rubovi) und Naked Europe (Gola Europa) auf Englisch (übersetzt von Vera Jovanović) und, ebenfalls auf Englisch, das Drama Ground Zero Aleksandra (übersetzt von Višnja Barbir). Zwei seiner Dramen aus der Dramentrilogie Zero (Ground Zero Aleksandra und Gola Europa) wurden mit dem ersten und dritten Marin-Držić-Preis ausgezeichnet.

 

 

  Photo: Hrvoje Grgić

 

Bücher:

Carpe diem (Philosophie, theoretische Essays), 1979; Leptiri arhetipa ("Schmetterlinge des Archetyps", Gedichte), 1980; Zadimljena lopta ("Raucherfüllter Ball", Gedichte), 1981; Koan (Gedichte), 1984; Gorki deserti ("Bittere Desserts", Prosa), 1984; Ordinacija za kretene ("Arztpraxis für Idioten", Prosa), 1986; Clown (Roman), 1988; Erotologike ("Erotologiken", Philosophie, theoretische Essays), 1988; Totalni spol ("Totales Geschlecht", Sprachtheorie, Feminismus, Polemik, Essays), 1989; Slatki automati ("Süße Automaten", Gedichte), 1990; Erektikon (Gedichte), 1990; Al-Gubbah (Prosa), 1992; Rupa nad rupama ("Loch aller Löcher", Gedichte), 1995; Plava krv ("Blaues Blut", Gedichte), 1997; Vrijeme je za kakao ("Es ist Zeit für den Kakao", Prosa), 1998; Bubnjevi i čipke ("Trommeln und Spitzen", Dramen), 2000; Jazz, afrička vuna ("Jazz, afrikanische Wolle", Gedichte), 2001; Neuro-Neuro (Gedichte), 2001; Eurokaz - užareni suncostaj ("Eurokaz - Glühende Sonnenwende", Theaterkritiken), 2002; Fatalne žene plaču na kamionima ("Schicksalsfrauen weinen auf Lastwagen", Roman), 2002; Nježna palisandrovina ("Der  zarte Palisander", Prosa), 2003; Demonstracije u jezgri ("Demonstrationen im Kern", Gedichte), 2004; Isus u kampu ("Jesus auf dem Campingplatz", Prosa), 2004; Der zarte Palisander (Prosa), 2005; PlayStation, dušo ("PlayStation, Schatz", Roman), 2005; Zero (Dramentrilogie), 2006; Al-Gubbah (Prosa), elektronische Ausgabe, 2006; Jazz, afrička vuna ("Jazz, afrikanische Wolle", Gedichte), elektronische Ausgabe, 2007; L'Europe nue (erster Teil der Dramentrilogie Zero), 2007. Zero (Dramentrilogie), elektronische Ausgabe, 2008; Tihi alati („Stille Werkzeuge“, Gedichte), 2008; Kaos („Chaos“, Dramentrilogie), 2008; Clown („Der Clown“, Roman), elektronische Ausgabe, 2008; Paučina („Das Spinnengewebe“- Fortsetzungsroman, work-in-progress, im Internet), elektronische Ausgabe, 2008/2009; Kaos („Chaos“, Dramentrilogie), elektronische Ausgabe, 2009; Iskustvo praznine („Die Erfahrung der Leere“, Gedichte), elektronische Ausgabe, 2009.

 

Dramen:

Plaidoyer po pički ("Pussy-Plädoyer", Drama), 1979; Higijena mjesečine ("Hygiene des Mondlichts", Radio-Hörspiel), 1986; Zelena dolina ("Grünes Tal", Radio-Hörspiel), 1991; Neonski rubovi ("Neonränder", Radio-Hörspiel), 1996.; Ink In The Eye (Radio-Hörspiel), 1998; Tinta u oku ("Tinte im Auge", Radio-Hörspiel), 2000; Bubnjevi i čipke ("Trommeln und Spitzen", Radio-Hörspiel), 2000; Gola Europa ("Nacktes Europa", Drama), 2002; Bordel divljih jabuka ("Bordell der Wildäpfel", Drama), 2002; Danas je Valentinovo ("Heute ist Valentinstag", Radio-Hörspiel), 2003; Ground Zero Aleksandra (Drama), 2004; Sarajevo Blues (Drama), 2005; Nema više Apokalipse ("Es gibt keine Apokalypse mehr", Drama), 2006; Mala klaonica nježnosti ("Kleines Schlachthaus der Zärtlichkeit", Drama), 2007; Plaidoyer po pički ("Pussy-Plädoyer", Drama), elektronische Ausgabe, 2007. Sarajevo Blues (Drama), elektronische Ausgabe, 2007; Mala klaonica nježnosti („Kleines Schlachthaus der Zärtlichkeit“, Drama), elektronische Ausgabe, 2008; Nema više apokalipse („Es gibt keine Apokalypse mehr“, Drama), elektronische Ausgabe, 2009.

 

Linksammlung

 

Nähere Informationen zum Autor:  EnglishKroatisch



ivanvidicIvan Vidić (Zagreb, 1966) besuchte die Akademie für Dramatische Künste. Er schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Prosa und zählt zu den meist aufgeführten und meist geschätzten kroatischen Autoren. Seine Dramen wurden auch in Großbritannien, Slowenien und Peru aufgeführt. Er lebt in Zagreb.

 

Dramen:

Harpa (1991)

Putnici ("Reisende", 1993)

Groznica ("Fieber", 1995)

Ospice ("Masern", 1997)

Bakino srce ("Omas Herz", 1999)

Velika Tilda ("Große Tilda", 2000)

Octopussy (2003)

Grupa za podršku ("Unterstützungsgruppe", 2003)

Veliki bijeli zec ("Großer weißer Hase", 2004)

Onaj koji se sam govori ("Der sich selbst spricht", 2005)

Život u sjeni banane ("Leben im Schatten der Banane", 2006)

u.a.

 

Bücher:

Drame (2002)

Gangabanga - Roman (2006)

Violator/Ona govori ("Violator/Sie redet") - Prosa (2007).




Irena Vrkljan 1930 in Belgrad. Arbeitete in den 50er Jahren u.a. für das Fernsehen, bevor sie 1966 zunächst als Schauspielerin und freie Schriftstellerin in Berlin und Zagreb lebte und an der Westberliner Filmhochschule studierte. Mit ihrem Leben und mit ihrem Werk hat sie eine wichtige Kulturbrücke zwischen Kroatien und Deutschland aufgebaut. Sie ist zweisprachig aufgewachsen und hat zahlreiche Übersetzungen verfasst. In Marina, im Gegenlicht (Droschl 1988), Schattenberin: Aufzeichnungen einer Fremden (Droschl 1990), Buch über Dora (Droschl 1992) oder Vor roter Wand (Droschl 1994) können die deutschen Leser ihr Leben zwischen den Welten wieder erkennen. In Kroatien erhielt Irena Vrkljan u.a. den Literaturpreis  Vladimir Nazor für ihr Lebenswerk. Sie schreibt Gedichte, Essays, Prosa, Romane und Hörspiele. Ihr neuster Roman Seide, Schere - der als Kultroman einer kroatischen Frauengeneration gilt, die sich von den alten bürgerlichen Strukturen befreite und zum eigenen künstlerischen und literarischen Ausdruck fand - wird  2008 beim Wieser Verlag neu aufgelegt.
 
Foto: Verlag "Ljevak"

 
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Anka Žagar wurde 1954 in Zamost in Gorski Kotar (Kroatien) geboren. Sie besuchte die Schule in Plešci, Čabar und Zagreb, wo sie auch an der Philosophischen Fakultät studierte. Heute arbeitet sie in der Stadbücherei von Zagreb.

Veröffentlichte Gedichtbände:
Išla i sve zaboravila (Sie ging und vergaß alles), Goranovo proljeće: Zagreb 1983;
Onaon (SieEr) mit Grafiken von Dalibor Jelavić, Zbirka Biškupić: Zagreb 1984
Zemunice u snu (Lehmhütten im Schlaf) Mladost, 1987
Bešumno bijelo (Geräuschloses Weiß) mit Grafiken von Ljubomir Stahov, Zbirka Biškupić: Zagreb 1990
Nebnice (Himmeliden), Naprijed: Zagreb 1990
Guar, rosna životinja (Guar, betautes Tier) mit Zeichnungen von Mirjana Vodopija, Hrvatska sveučilišna naklada: Zagreb 1992
Stišavanje izvora (Die Besänftigung der Quelle) Meandar, Zagreb 1996; dt. Daedalus Verlag 2008 (Reihe Kroatische Literatur der Gegenwart, hrsg. von Alida Bremer und Hermann Wallmann, Übersetzung Jasmina Urukalo).